Fünf Frauen von Angreifern in Wald verschleppt und stundenlang vergewaltigt

Khunti (Indien) - Es ist eine grauenhafte Tat: Fünf Aktivistinnen gegen Menschenhandel sind in Indien verschleppt und anschließend von mehreren Männern offenbar über Stunden vergewaltigt worden.

In Indien wurden fünf Frauen von bewaffneten Männern verschleppt. (Symbolbild)
In Indien wurden fünf Frauen von bewaffneten Männern verschleppt. (Symbolbild)  © 123RF

Sechs bewaffnete Männer griffen eine Gruppe von Mitarbeitern einer gemeinnützigen christlichen Organisation an, die in einem Dorf im ostindischen Bundesstaat Jharkhand ein Theaterstück aufführten, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Sie schlugen demnach die männlichen Aktivisten und verschleppten die Frauen in einen Wald. Dort wurden die Opfer im Alter zwischen 19 und 35 Jahren nach eigenen Angaben vergewaltigt. Nach einigen Stunden wurden sie wieder freigelassen.

Das mutmaßliche Motiv war der Polizei zufolge, dass die Täter in dem Auftritt eine Einmischung in die Selbstverwaltung der Ureinwohner sahen. Dagegen hätten sie ein Zeichen setzen wollen.

Ein Verdächtiger wurde am Donnerstag festgenommen. Die Tat geschah bereits am Dienstag. Die Ergebnisse einer medizinischen Untersuchung, um festzustellen, ob die Frauen vergewaltigt worden waren, standen noch aus.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder ist ein großes Problem in Indien. Bisweilen werden Vergewaltigungen begangen, um Macht über andere Gruppen auszuüben und diese einzuschüchtern.

So wurde etwa vor wenigen Monaten in Nordindien ein achtjähriges Mädchen mehrere Tage lang vergewaltigt und schließlich umgebracht. Acht mutmaßlichen Tätern wird vorgeworfen, sie hätten damit eine Gemeinde muslimischer Nomaden, der das Kind angehörte, vertreiben wollen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0