Wahnsinn! Kickbox-Champion Michael Smolik duelliert sich mit einem Kind

Hinter den Kulissen lief zwischen Manuel und Michael natürlich alles freundschaftlich ab.
Hinter den Kulissen lief zwischen Manuel und Michael natürlich alles freundschaftlich ab.  © Facebook/Fightclub MK Wiesbaden

Wiesbaden - Seit er drei Jahre alt ist fasziniert sich der 13-jährige Manuel Bodrozic für das Kickboxen. Sein Talent brachte ihm nun auch einen Auftritt in einer ARD-Abendshow und ein Aufeinandertreffen mit seinem großen Idol ein.

Wie der Wiesbadener Kurier am Samstag berichtete, wurde Manuel zur Teilnahme an der Sendung "Klein gegen Groß - Das unglaubliche Duell" eingeladen. Die Dreharbeiten der am Samstag (20.15 Uhr) ausgestrahlten Show fanden etwa zwei Wochen davor in Berlin statt.

Das von Moderatoren-Ass Kai Pflaume präsentierte Konzept basiert auf Auseinandersetzungen zwischen gestandenen Profis und ambitionierten Nachwuchs-Könnern, die sich im Duell gegenüber stehen. Für den jungen Wiesbadener wurde damit gleich ein weiterer Traum wahr.

Denn er durfte gegen den Profi-Kickbox-Weltmeister im Schwergewicht, Michael Smolik, antreten. Die Aufgabe: Wer schafft es innerhalb einer Minute öfter gegen einen Boxsack zu kicken. Auf den großen Moment trainierte Manuel zirka drei Monate hin, nicht ohne Grund, wie er selbst weiß: "Das ist extrem anstrengend. Es ist eine sehr, sehr schwere Übung", betonte der 13-Jährige gegenüber dem Wiesbadener Kurier und ergänzte: "Nach wenigen Sekunden werden die Beine schwer, nach 45 Sekunden ist man außer Atem."

Für den Schüler der Wiesbadener Oranienschule, der neben dem Kickboxen auch Taekwondo betreibt, war der Aufnahmetag ein purer Freudentaumel. "Das war so cool. Ich habe so viele Promis gesehen, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne. Das war spektakulär." Ein eigenes Zimmer mit Namen an der Tür samt persönlichem Fahrer für sich und seine Familie rundeten das Erlebnis ab.

Ganz stolz posiert Manuel vor seinem Vorbereitungsraum bei den Aufnahmen zur Show.
Ganz stolz posiert Manuel vor seinem Vorbereitungsraum bei den Aufnahmen zur Show.  © Facebook/Fightclub MK Wiesbaden

Zwar stecken Manuel bereits über 300 Kämpfe in den jungen Knochen, der imposante Auftritt des Weltmeister samt Meisterschafts-Gürtels dürften das ohnehin vorhandene Lampenfieber durchaus gesteigert haben. Trotzdem war er voll auf sein Ziel fokussiert: "Als es angefangen hat, habe ich alles ausgeblendet“, sagte er. Nach kurzem Plausch mit Moderator und Profi ging es dann auch schon los.

Möglichst viele Tritte mussten die beiden abwechselnd über einer Markierung am Sandsack anbringen. Den Anfang machte Manuel. Der hielt sich lange wacker, nach 40 Sekunden wurden ihm aber merklich die Beine müde. Die anfänglich praktisch fliegenden Glieder brachte er zum Ende hin nur noch schwerlich vom Boden in die Luft. Mit 130 Kicks beendete er seinen Versuch - nach Luft pumpend wie ein Marienkafer.

Dann war der Champion an der Reihe: der legte los wie die Feuerwehr, merkte aber mit der Zeit, wie auch Moderator Kai Pflaume konstatierte, sein Kampfgewicht von knapp 100 Kilogramm. Mehrere kurze Pausen musste er zwischenzeitlich einlegen und rang sichtlich mit seinen Sauerstoff-Reserven. Am Ende gelangen ihm jedoch knappe zwei Tritte mehr an den nicht zu beneidenden Boxsack.

Trotz der knappen Niederlage ging der junge Herausforderer natürlich nicht mit leeren Händen nach Hause. Per Video-Botschaft gab es eine persönliche Einladung für die ganze Familie von BVB-Spieler Mario Götze zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Die ARD packte noch ein vom Dortmunder Team signiertes Trikot obendrauf. Und auch der Weltmeister hatte noch ein Extra parat. Er lud Manuel mitsamt seiner Familie zu seinem nächsten WM-Fight am 9. Juni ein.

Erfolge hat Manuel in seiner noch jungen Karriere schon in beiden seiner Disziplinen gesammelt. Den Vergleich mit dem großen Kickbox-Champion hat er jedoch erstmal (noch) nicht für sich entscheiden können. Die Erinnerung an ein tolles Erlebnis wird dem Fighter aber sicherlich keiner nehmen können.