Torten-Attacke auf AfD-Storch: Angeklagte will ins Gefängnis

Beatrix von Storch wurde bereits mehrfach mit einer Torte beworfen (hier in Kassel), aber auch im November 2016 in Kiel.
Beatrix von Storch wurde bereits mehrfach mit einer Torte beworfen (hier in Kassel), aber auch im November 2016 in Kiel.

Kiel - Im November 2016 wurde die stellvertretende Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland, Beatrix von Storch (46), mit einer Torte beworfen. Es war bereits die zweite derartige Gebäck-Attacke auf die Politikerin. Am Montag fand am Kieler Landgericht der Prozess gegen die 22-jährige Tortenwerferin statt.

Während die Staatsanwaltschaft eine Strafe von 20 Tagessätzen zu je 30 Euro forderte, wurde die Werferin vom Gericht nur zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu jeweils 10 Euro verurteilt.

Wie die Welt schreibt, hatte die Angeklagte ursprünglich jedoch ein ganz anderes Strafmaß im Auge. "Ich möchte kein Geld bezahlen, ich möchte die Strafe im Gefängnis absitzen", sagte die 22-Jährige.

Tatwaffe soll ein mit Rasierschaum gefüllter Tortenboden gewesen sein.

Das Torten-Opfer Beatrix von Storch nahm selbst am Prozess, der von zahlreichen Polizeibeamten gesichert wurde, nicht teil. Mehr als zwei Dutzend Aktivisten sollen während der Verhandlung vor dem Gerichtsgebäude demonstriert haben.

Auch andere Politiker wurde bereits von einer Torte mitten im Gesicht getroffen, beispielsweise die Bundesvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht (47) oder der frühere Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler (44, FDP).


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