Bombe in Kiel entschärft: Polizei spricht von "hoher Gefährlichkeit"

Kiel - In Kiel soll am Samstagmorgen eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Munitionsexperten bereiten sich seit Tagen auf den Einsatz vor.

Der Kampfmittelräumdienst will Samstag eine Fliegerbombe in Kiel entschärfen. (Archivbild)
Der Kampfmittelräumdienst will Samstag eine Fliegerbombe in Kiel entschärfen. (Archivbild)

Die Evakuierung hat um 8 Uhr begonnen. Mehr als 30 Straßen sollen teilweise oder ganz gesperrt werden. Bis 9 Uhr müssen rund 4000 Menschen im Stadtteil Dietrichsdorf ihre Wohnungen verlassen haben.

Die Polizei hatte unter anderem Handzettel an alle betroffenen Haushalte ausgeteilt.

Anwohner können sich während der Entschärfung in der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule im Masurenring 6 aufhalten. Ein Bürgertelefon der Stadt Kiel ist bis 10 Uhr unter der Nummer 0431/5905555 erreichbar.

Die Entschärfung beginnt, sobald die Evakuierung abgeschlossen ist.

Auch die Fachhochschule und der Ostuferhafen sind betroffen.

Die britische 250-Kilo-Sprengbombe war von einer Baufirma bei der Vorbereitung von Arbeiten in der Nähe der Fachhochschule am Sokratesplatz entdeckt worden (TAG24 berichtete).

Ein Teil der Zündkette müsse vor Ort gesprengt werden, hieß es vonseiten der Polizei, da eine "hohe Gefährlichkeit" bestehe. Die Bombe verfüge über einen Heckzünder.

Update, 10.49 Uhr

Rund 4000 Menschen haben inzwischen ihre Wohnungen in Kiel-Dietrichsdorf verlassen, teilte die Polizei am Vormittag mit. Einige hilfsbedürftige Anwohner würden noch zur Sammelunterkunft an der Toni-Jensen-Schule gebracht.

Hier halten sich bereits über 100 Menschen auf. Munitionsexperten wollen in wenigen Minuten mit der Entschärfung der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg beginnen.

Update, 11.58 Uhr

Die Fliegerbombe auf dem Kieler Ostufer wurde soeben erfolgreich entschärft. Die Straßensperrungen werden in den kommenden Minuten aufgehoben.

Die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben gegen 10.30 Uhr mit der Entschärfung begonnen. Alles verlief ohne Komplikationen.

Planmäßig musste ein Teil der Zündkette im Verlauf der Arbeiten gesprengt werden.

An der Sammelunterkunft in der Toni-Jensen-Schule hielten sich bis zu 250 Personen auf.

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