Kieler Feuerwehr im Dauereinsatz: Anwohner müssen aus Flammen gerettet werden

Kiel - Die Kieler Feuerwehr musste am Dienstag gleich zu zwei Großeinsätzen in Wohnhäusern ausrücken. Die betroffenen Anwohner kamen mit leichten Verletzungen davon.

Die Anwohner des Seniorenheimes mussten mit Masken aus dem Gebäude gerettet werden.
Die Anwohner des Seniorenheimes mussten mit Masken aus dem Gebäude gerettet werden.  © Florian Büh

"Das ist schon ein besonderer Tag. Zwei Einsätze in dieser Dimension hintereinander", urteilte Ulrich Hackenberg vom Direktionsleiter der Feuerwehr Kiel.

Zum ersten Einsatz wurden die Rettungskräfte gegen 17 Uhr gerufen, als Anwohner Flammen und dichten Rauch an einer Außenfassade eines Seniorenwohnheimes entdeckten. Sie alarmierten umgehend die Feuerwehr, die mit mehr als 50 Einsatzkräften anrückte.

Durch ihren schnellen Einsatz konnten sie ein Übergreifen auf die hölzerne Dachkonstruktion verhindern.

Das Kieler Seniorenwohnanlage wurde komplett evakuiert, die angrenzende Feldstraße gesperrt. Die Einsatzkräfte retteten mehr als 20 Bewohner aus dem Gebäude. Dabei mussten sie mit Masken vor giftigem Rauch geschützt werden.

Rettungskräfte untersuchten die Anwohner und stellten lediglich leichte Verletzungen fest.

Die Flammen fraßen sich mittlerweile hinter die Verkleidung entlang bis ins dritte Obergeschoss. Sie konnten nur durch massiven Wassereinsatz von außen gelöscht werden.

Das Dachgeschoss eines Wohnhauses steht lichterloh in Flammen.
Das Dachgeschoss eines Wohnhauses steht lichterloh in Flammen.  © Florian Büh

"Durch die Bauweise ist die Brandbekämpfung für uns nicht einfach. Es gibt kein direktes Herankommen an die Brandorte", erklärte Ulrich Hackenberg vom Direktionsdienst der Kieler Feuerwehr vor Ort. "Der Wind wechselt ständig, sodass wir manchmal gute Chancen hatten, die Menschen so heraus zu holen."

Mit Wärmebildkameras kontrollierte die Feuerwehr schließlich das Gebäude ab und stellte den Brand nur im Außenbereich fest.

Ursache für das Feuer waren wahrscheinlich Arbeiten am Dach der Tiefgarage. Weitere Erkenntnisse liegen derzeit nicht vor.

Gegen 23 Uhr erreichte die Leitstelle der nächste Anruf. Aus dem Dachgeschoss eines gegenüberliegendes Hause stiegen Rauch und Flammen auf, sagte eine Person am Telefon.

Am Ort angekommen, entdeckten die Einsatzkräfte allerdings nichts. Erst als sie abrücken wollten, wurden sie auf von herbeigeeilten Polizisten auf den Brand aufmerksam gemacht. Sofort wurde Verstärkung geordert.

Der Dachboden des Hauses brannte lichterloh, helle Flammen schossen nach oben, dichter Qualm quoll empor. Immer wieder fielen brennende Teile nach unten.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand schließlich von mehreren Seiten erfolgreich. Wie schon im Seniorenheim mussten auch hier die Anwohner gerettet werden.

Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im obersten Geschoss in einer Wohnung aus. Ob der Mieter für den Brand verantwortlich war, konnte bisher noch nicht geklärt werden.

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