Erschütternde Tat: Vater missbraucht eigenes Baby und filmt alles

Kiel – Im Prozess um schweren sexuellen Missbrauch eines Kleinkindes wird das Kieler Landgericht möglicherweise schon am Mittwoch das Urteil verkünden.

Justizbeamte stehen im Gerichtssaal.
Justizbeamte stehen im Gerichtssaal.  © Christian Charisius/dpa

Zuvor werden Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung unter Ausschluss der Öffentlichkeit plädieren (9 Uhr), wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Der 52 Jahre alte Angeklagte hatte zu Prozessbeginn einen schweren sexuellen Übergriff auf seine zur Tatzeit erst sieben Monate alte Tochter gestanden. Zugleich räumte er unter anderem den Missbrauch eines anderen, damals fünf bis sechsjähriges Mädchen ein.

Die Übergriffe ereigneten sich laut Anklage zwischen 2011 und 2015 in Eckernförde und Neumünster. Der Mann hatte die Taten demnach fotografiert und gefilmt.

Bei einer Hausdurchsuchung wurden zudem Hunderte Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Darstellungen sichergestellt, darunter auch Gewaltszenen. Der Angeklagte war im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Pädophile im Darknet ins Visier der Fahnder geraten.

Die heute vierjährige Tochter und das andere Opfer sind Nebenklägerinnen und werden durch Rechtsanwältinnen vertreten. Die Tochter und ihr kleiner Bruder sind nach Angaben von deren Anwältin in der Obhut des Jugendamts. Beide hätten in der Kita auffälliges sexualisiertes Verhalten gezeigt.

Der Prozess findet vor dem Kieler Landgericht statt.
Der Prozess findet vor dem Kieler Landgericht statt.  © Carsten Rehder/dpa

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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