Tochter missbraucht: Vater muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis

Kiel - Ein 39-Jähriger ist wegen zweifachen Missbrauchs an seiner Tochter zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der Prozess gegen den 39-Jährigen fand vor dem Kieler Landgericht statt.
Der Prozess gegen den 39-Jährigen fand vor dem Kieler Landgericht statt.  © DPA

Die Jugendkammer des Kieler Landgerichts hielt es für erwiesen, dass sich der Angeklagte 2017 an seiner damals elfjährigen Tochter verging.

Eine Tat verwertete die Kammer dabei als schweren sexuellen Missbrauch.

Zugleich sprachen die Richter den Mann aus Padenstedt (Kreis Rendsburg-Eckenförde) aber vom Vorwurf der Vergewaltigung seiner damaligen Lebensgefährtin frei. Deren Aussagen "reichten für eine Verurteilung nicht aus", sagte der Vorsitzende Richter Stefan Becker.

Das Gericht bliebt damit unter dem Antrag der Staatsanwältin, die eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren Haft gefordert hatte.

Sie hielt dabei auch die Vergewaltigung der Lebensgefährtin für erwiesen. Die Richter folgten aber der Verteidigung, die in diesem Fall auf Freispruch plädierte.

Im Übrigen hielt der Verteidiger für den Kindesmissbrauch des weitgehend geständigen Vaters drei Jahre und zwei Monate für tat- und schuldangemessen.

Der Nebenklagevertreter hatte dagegen für die beiden sexuellen Übergriffe auf das Kind drei Jahre und dreieinhalb Jahre als Einzelstrafen gefordert. Die Gesamtstrafzumessung überließ er dem Gericht.

Er kündigte nach dem Urteil an, umgehend Revision zu prüfen. Die Öffentlichkeit war auch während der Plädoyers von der Hauptverhandlung ausgeschlossen.

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