Kinder-Spiel soll Missbrauch fördern: Panikmache der AfD?

Kiel – Im schleswig-holsteinischen Landtag ist der AfD von allen anderen Fraktionen Panikmache und das Schüren von Ängsten vorgeworfen worden.

Hand in Hand tanzen Kinder und Erzieherinnen bei einem Bewegungsspiel in der Turnhalle einer Kita
Hand in Hand tanzen Kinder und Erzieherinnen bei einem Bewegungsspiel in der Turnhalle einer Kita  © Christian Charisius/dpa

Anlass war ein Antrag der AfD, die umstrittene pädagogische Spielmethode "Original Play" in Kitas zu verbieten.

Sie öffne Missbrauch Tür und Tor, sagte der AfD-Abgeordnete Frank Brodehl am Freitag im Plenum.

Familienminister Heiner Garg (FDP) und alle anderen Redner verwiesen darauf, dass "Original Play" nach bisherigem Kenntnisstand in Einrichtungen in Schleswig-Holstein bisher nirgends stattgefunden habe.

Bei dieser Spiel-Methode raufen fremde Erwachsene in engem Körperkontakt mit Kindern.

Der AfD-Antrag wurde abgelehnt. Stattdessen sprach sich der Landtag einmütig in einem von den Regierungsfraktionen CDU, Grünen und FDP eingebrachten Alternativantrag gegen das Konzept "Original Play" in allen schleswig-holsteinischen Kitas aus.

Auch die AfD stimmte nach der Ablehnung ihrer Vorlage diesem Antrag zu.

Das Spiel steht in der Kritik, Kindesmissbrauch zu fördern.
Das Spiel steht in der Kritik, Kindesmissbrauch zu fördern.  © Julian Stratenschulte/dpa

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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