Coronavirus? Mehrere Patienten nach China-Besuch isoliert

Kiel - Wegen Grippesymptomen nach China-Aufenthalten befinden sich in Schleswig-Holstein mehrere Menschen in häuslicher Isolation.

Eine Frau mit Mundschutz. In Schleswig-Holstein gibt es bislang keine bestätigten Viren-Fäle. (Symbolbild)
Eine Frau mit Mundschutz. In Schleswig-Holstein gibt es bislang keine bestätigten Viren-Fäle. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

In Abstimmung zwischen Medizinern mit den Gesundheitsämtern blieben diese Patienten mit leichten Symptomen während der Abklärung, ob ein Coronavirus in Frage komme, in häuslicher Isolierung, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. "Alternativ ist eine Isolierung in einer Klinik denkbar."

Bislang gibt es in Schleswig-Holstein den Angaben zufolge keine bestätigten Coronavirus-Fälle. "Für Patienten gilt: Eine Ansteckung ist nach derzeitigem Stand primär dann möglich, wenn ein Bürger sich zuvor in einem der Verbreitungsgebiete des Virus aufgehalten hat oder direkten Kontakt mit einen Coronavirus-Infizierten hatte", sagte der Sprecher.

Bei entsprechenden Symptomen sollten sich Patienten zunächst telefonisch an ihren Hausarzt wenden. Auskunft gebe auch die Kassenärztliche Vereinigung unter der Nummer 116 117.

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In Deutschland wurden vier Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Die drei am Dienstagabend bekannt gewordenen neuen Fälle stehen in Zusammenhang mit dem ersten Patienten in Bayern, der sich bei einer Kollegin aus China angesteckt hatte. In der Volksrepublik stieg die Zahl der Erkrankungen innerhalb eines Tages bis Mittwoch um 1459.

Damit sind mehr als 6000 Fälle erfasst. Weitere 26 Patienten sind in China gestorben. So kletterte die Gesamtzahl der Todesfälle auf 132.

Das Virus mit dem vorläufigen Namen 2019-nCoV kann neben Fieber und Husten schwere Atemwegsprobleme verursachen.

Mitarbeiterinnen der China Eastern Airlines tragen zur Uniform einen Mundschutz.
Mitarbeiterinnen der China Eastern Airlines tragen zur Uniform einen Mundschutz.  © Darren England/AAP/dpa

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