Zwei Autos gerammt: Politiker Arp nach Suff-Unfall vor Gericht

Kiel - Betrunken Auto zu fahren, ist keine gute Idee! Das gilt auch für Politiker, wie den CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp aus Schleswig-Holstein.

CDU-Politiker Hans-Jörn Arp muss sich vor Gericht verantworten.
CDU-Politiker Hans-Jörn Arp muss sich vor Gericht verantworten.  © DPA

Der 66-Jährige hatte sich im vergangenen Jahr betrunken hinter das Steuer seines Wagens gesetzt und auf einem Parkplatz anschließend zwei Autos gerammt.

Nun muss er sich vor Gericht verantworten. Der Vorwurf der Kieler Staatsanwaltschaft lautet: "Gefährdung des Straßenverkehrs".

Arp, der ironischerweise verkehrspolitischer Sprecher der CDU in Schleswig-Holstein ist, zeigte sich reumütig. "Ich habe Schiet gebaut und stehe dazu", sagte er den Kieler Nachrichten.

Nach einer Parlamentssitzung und "einigen Schluck Wein" habe er sich noch hinter das Lenkrad gesetzt. "Ich fühlte mich absolut fahrtüchtig", sagte er.

Das Ergebnis war offensichtlich. Anscheinend konnte er doch nicht mehr fahren. Die rund 1,5 Kilometer vom Landtag zum Hotel legte er zuvor noch ohne größere Zwischenfälle hin.

Beim Vorwärtsfahren hatte er ein anderes Auto touchiert, beim Rückwärtsfahren ein zweites. Den Schaden habe er sofort an der Rezeption gemeldet.

Ein Alkoholtest der Polizei ergab einen Wert von 1,66 Promille. "Nachdem ich den Fall an der Rezeption gemeldet hatte, habe ich in der Bar noch mehrere Gläser Wein getrunken", erklärte Arp. Zur Tatzeit, habe laut seinen Aussagen sein Promillewert bei höchstens 0,85 Promille betragen.

Der Politiker kommt mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Geldstrafe davon. Laut Oberstaatsanwalt Hanning Hadeler liegt in solchen Fällen zwischen 40 und 70 Tagessätzen. Beim täglichen Netto-Verdienst von Arp entspräche dies einer Summer von 9000 bis 16.000 Euro.

Seinen Führerschein gab er bereits freiwillig einen Tag nach dem Vorfall ab.

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