Gerichtsvollzieher rettet mehr als 160 Tiere aus Wohnung

Kiel - Was für eine fürchterliche Entdeckung! Im Kieler Stadtteil Gaarden hat eine Mutter mit ihrer Tochter mehr als 150 Tiere in einer Drei-Zimmer-Wohnung gehalten.

Mehrere Katzen wurden aus der Wohnung gerettet und in ein Tierheim gebracht. (Symbolfoto)
Mehrere Katzen wurden aus der Wohnung gerettet und in ein Tierheim gebracht. (Symbolfoto)  © DPA

"Wir haben die meisten Tiere bereits ins Tierheim gebracht, aber einige Katzen sind noch in der Wohnung", sagte Elisabeth Haase, Leiterin des Kieler Tierheimes Uhlenkrog.

Dort lebte eine ältere Dame mit ihrer erwachsenen Tochter. Im Zuge einer Zwangsräumung - aus einem anderen Grund als die Tierhaltung - habe ein Gerichtsvollzieher die Zustände gesehen und das Veterinäramt und Tierheim am 14. Januar informiert, berichtet Haase. Die Besitzerinnen scheinen mit der Vielzahl der Haustiere überfordert gewesen zu sein.

Zu den geretteten Tieren gehören laut der Leiterin 22 Katzen, 34 Kaninchen, ein Hamster, 52 Vögel und 50 teils Nachwuchs erwartende Meerschweinchen. Erste Interessenten hätten sich bereits beim Tierheim erkundigt.

Allerdings haben nicht alle Tiere den Umzug überlebt. Acht seien inzwischen gestorben oder eingeschläfert worden, allerdings erblickten auch drei Meerschweinchen das Licht der Welt.

Tierheimleiterin Haase zeigte sich verwundert, dass die Missstände in dem mehrstöckigen Wohnhaus erst durch den Gerichtsvollzieher aufflogen: "Man muss den Gestank doch riechen, wenn so viele Tiere in eine Wohnung machen, da ist doch ganz viel scharfes Ammoniak in der Luft."

Anscheinend haben die Nachbarn den Geruch in Kauf genommen und darüber hinweg gesehen. Zum Glück für die Tiere, kam der Gerichtsvollzieher und erlöste sie aus dem beengten Raum.

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