Killerbakterium bedroht Pflanzenwelt im Vogtland

Von Doreen Grasselt

Legende.
Legende.

Pausa - Das Feuerbakterium bedroht die Pflanzen im Vogtland! Das „Xylella fastidiosa“ vernichtet einheimische Obstbäume, Beerensträucher, Weinreben und Tomatenpflanzen.

Umwelt-Experten haben deshalb ein riesiges Gebiet zwischen Schleiz und Plauen zur Quarantänezone erklärt!

Die Wirtspflanze - ein Oleander - soll zur Überwinterung in einer Pausaer Gärtnerei gestanden haben. „Die Krankheits-Symptome, wie Austrocknung und Triebsterben, treten erst spät auf und sind für Laien kaum zu erkennen“, erklärt Umweltamts-Sprecherin Karin Bernhardt.

Ein Heilmittel gibt es nicht. „Deshalb ist es weltweit gefürchtet“, so die Expertin. „Man kann nur verhindern, dass sich das Bakterium ausbreitet.“

Eine Million Olivenbäume mussten 2015 in Italien wegen des Feuerbakteriums gefällt werden.
Eine Million Olivenbäume mussten 2015 in Italien wegen des Feuerbakteriums gefällt werden.

Laut EU-Regelung muss die Sperrzone bis zu fünf Jahre aufrechterhalten bleiben.

Der betroffene Oleander wird mittlerweile von Wissenschaftlern in einem Labor in Nossen untersucht. Alle Oleanderpflanzen im Umkreis von 100 Metern müssen vernichtet werden.

Experten nehmen jetzt Proben jeder einzelnen betroffenen Pflanzenart - Lavendel, Kirschen, Wein, Efeu, Himbeeren und Brombeeren.

Das Feuerbakterium wurde 2013 zum ersten Mal in Süditalien nachgewiesen. Anfang 2015 mussten in Apulien eine Million Olivenbäume auf 230.000 Hektar gefällt werden.

Fotos: p.a./PR


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0