Ultrabrutaler "Killerman": Bei einem Drogendeal geht alles schief! Korrupte Cops sinnen auf Rache

New York (USA) - Heftiger Actionfilm! "Killerman" von Regisseur Malik Bader ("Street Thief") startet am 8. August in den deutschen Kinos und ist ein kompromissloser Rachethriller, den man in dieser Form aber schon hundertfach auf deutlichem höherem Niveau gesehen hat.

Moe Diamond (Liam Hemsworth) bekommt es mit korrupten Cops zu tun.
Moe Diamond (Liam Hemsworth) bekommt es mit korrupten Cops zu tun.  © PR/WILD BUNCH GERMANY GmbH

Die altbekannte Story lautet wie folgt: Moe Diamond (Liam Hemsworth) ist Juwelier und Geldwäscher.

Dieses Handwerk hat er mittlerweile perfektioniert. Er tauscht Geld und Goldbarren so oft um, dass seine Wege nur mit größtem Aufwand nachzuverfolgen wären.

Vor allem mit Skunk (Emory Cohen) macht er seine Geschäfte. Dessen Onkel Perico (Zlatko Buric) ist allerdings der Gangsterboss, dem sich beide unterordnen müssen.

Als er ihnen aufträgt, 20 Millionen Dollar zu waschen, will Moe das tun. Skunk will mit der Kohle, die Perico ihnen vorstreckt aber einen Kokaindeal abschließen - denn er bekommt die begehrte Ware zum halben Preis!

Doch alles läuft schief, korrupte Cops tauchen auf und eröffnen das Feuer. Nur mit Glück entkommen die beiden mit dem Geld, bauen aber einen Unfall, bei dem Moe sein Gedächtnis verliert.

Wem kann er noch trauen? Als dann auch noch Menschen sterben, sinnt Moe auf Rache und macht dabei auch vor brutalen Methoden keinen Halt...

Anfängliches Interesse für "Killerman" schwenkt schnell in Langeweile um

Moe Diamond (Liam Hemsworth) entscheidet sich notgedrungen für den brutalen Weg.
Moe Diamond (Liam Hemsworth) entscheidet sich notgedrungen für den brutalen Weg.  © PR/WILD BUNCH GERMANY GmbH

Diese einfallslose Geschichte ist schwach umgesetzt.

Während der Ansatz für Genrefans durchaus noch interessant ist, bewegen sich das Drehbuch und die Dialoge auf enttäuschendem Niveau, weshalb sich die Frage stellt: Warum kommt ausgerechnet dieser Thriller ins Kino, wo so viele bessere Genrefilme oft unbeworben direkt auf Blu-ray und DVD erscheinen?

Eine zufriedenstellende Antwort darauf gibt es nicht. "Killerman" fügt dem Genre nämlich nicht einmal das kleinste neue Detail hinzu und bringt dem Publikum seine Figuren zudem nicht nahe, weil ihnen Hintergrund, Tiefe, Eigenständigkeit, Glaubwürdigkeit, Ecken und Kanten fehlen, weshalb sie austauschbar wirken und so in jedem anderen Rachefilm vorkommen könnten.

Daher verflüchtigt sich das anfängliche Interesse schnell und weicht neben Langeweile auch Fassungslosigkeit, so qualitativ bemitleidenswert wirkt der Film mitunter.

So werden Story-Wendungen überhaupt nicht vorbereitet, weshalb sie logischerweise zwar überraschen, auf der anderen Seite aber nur für Kopf schütteln sorgen, weil es sich die Macher an vielen Stellen sehr einfach machen und die Intelligenz ihres Publikums deutlich unterschätzen.

"Killerman" ist trotz bekannter Schauspieler ein Flop

Die Qualität der Filmfotos entspricht leider der von "KIllerman": Auch der unscharfe Liam Hemsworth (r.) kann den schlechten Rachethriller nicht retten.
Die Qualität der Filmfotos entspricht leider der von "KIllerman": Auch der unscharfe Liam Hemsworth (r.) kann den schlechten Rachethriller nicht retten.  © PR/WILD BUNCH GERMANY GmbH

Deshalb ist es kein Wunder, dass der deutsche Kinostart überhaupt erst am 8. Juli angekündigt wurde und das auch das erste Mal war, dass man etwas von "Killerman" gehört hat.

Wer sich die Besetzungsliste und die Crew durchliest, ist berechtigterweise skeptisch. Hemsworth ("Die Tribute von Panem") hat seit dem Flop "Independence Day: Wiederkehr" (2016) nichts mehr gedreht.

Cohen ("The Place Beyond the Pines) hat zwar schon in vielen guten Filmen mitgespielt, kommt in den meisten Fällen aber nicht über Nebenrollen heraus. Beide sind talentiert, momentan aber nicht in der ersten Schauspielliga.

Dazu gibt sich "Life of Pi"-Hauptdarsteller Suraj Sharma für eine erschreckend gehaltlose Nebenrolle her. Von den anderen Co-Stars mal ganz zu schweigen.

Als wäre das noch nicht genug, kann "Killerman" auch in den technischen Kategorien nicht überzeugen. Die Kameraführung ist unruhig und szenenweise gar entnervend unübersichtlich, die Musikuntermalung erzeugt keine Stimmung, auch Stunts und Spezialeffekte sind schwach. Des Weiteren hat man die typischen New Yorker Locations schon hundertfach gesehen, weshalb sich auch optisch keine nennenswerten Schauwerte bieten.

Deshalb sollte man um "Killerman" lieber einen weiten Bogen machen. Das Werk von Bader ist in keinerlei Hinsicht ein sehenswerter Film geworden, bietet aber auch kein Trash-Kult-Potenzial. Er ist schlichtweg langweilig sowie uninteressant und deshalb ein Flop.

Moe Diamond (Liam Hemsworth) sinnt wild entschlossen auf Rache.
Moe Diamond (Liam Hemsworth) sinnt wild entschlossen auf Rache.  © PR/WILD BUNCH GERMANY GmbH

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