Warum postet Kim Kardashian jetzt Bilder aus dem Knast?

Washington/USA - Kim Kardashian (38) zeigte sich am Samstag von einer neuen Seite. Sie war im Gefängnis. Nicht weil sie verhaftet wurde, sondern weil sie Häftlinge für ihre neue Dokumentation besuchte.

Kim Kardashian zu Besuch in einem Gefängnis in Washington.
Kim Kardashian zu Besuch in einem Gefängnis in Washington.  © Screenshot/Instagram/kimkardashian

Am Samstag postete die eher für Beauty-Produkte werbende Promi-Frau gleich vier Schnappschüsse von sich mit Insassen einer Haftanstalt in Washington D.C. auf Twitter, und auch auf Instagram. "Ich habe so viele wunderbare Menschen getroffen, die kaum warten können, ihre Geschichten mit euch zu teilen."

Am Mittwoch hatte die Neu-Aktivistin zusammen mit Professor Dr. Mark Howard aus Georgetown das Gefängnis besucht. Mark Howard unterrichtet dort die Insassen.

Hintergrund des Besuchs sind Filmarbeiten für den amerikanischen Crime-Sender Oxygen. Eine zweistündige Dokumentation soll es werden: "Kim Kardashian: The Justice Project" (Arbeitstitel).

Hier soll den Zuschauern ein Einblick in den Kampf von Kim Kardashian und ihrem Team gewährt werden, wie sie sich für Häftlinge in den USA einsetzen, die ihrer Meinung nach vom Justizsystem benachteiligt wurden, so der Sender.

Bevor es jetzt zum großen Aufschrei kommt: Kim kämpft nicht dafür, Gewalt- oder Sexualstraftäter frühzeitig aus dem Gefängnis zu holen. Sondern viel mehr für die, die wegen kleinerer Drogendelikte zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Ohne US-Justiz-Reform wäre das nämlich Alltag. Sobald jemand zum dritten Mal wegen eines Drogendeliktes verurteilt wurde, muss er ohne lebenslang ins Gefängnis.

Für die Straftat (Drogenkonsum oder -Besitz) eine viel zu hohe Strafe, so findet Kardashian.

Kardashian-West (Mitte) gehört zu einer Gruppe Prominenter und Aktivisten, die mit US-Präsident Trump über eine Reform der US-Strafjustiz diskutiert hatten.
Kardashian-West (Mitte) gehört zu einer Gruppe Prominenter und Aktivisten, die mit US-Präsident Trump über eine Reform der US-Strafjustiz diskutiert hatten.  © dpa/AP/Evan Vucci/

Prozesse darf die Tochter des verstorbenen Star-Anwalts Robert Kardashian (†59) zwar noch nicht selbst führen, aber unterstützen. Und das tut sie erfolgreich durch Spendengelder.

Die Reaktionen auf die Schnappschüsse und ihren Einsatz für "unschuldige" oder "zu hart bestrafte" Häftlinge sorgen für fast durchweg positive Reaktionen.

Sie wird besonders dafür gelobt, ihren Promi-Status richtig zu nutzen. Allerdings ist das vielen noch zu wenig. So solle sie sich gegen die Todesstrafe einsetzen und um die gefangenen Kinder an den Grenzen kümmern, so die Forderungen.

Hintergrund: Warum tut Kim Kardashian das?

Kim macht zurzeit eine Ausbildung zur Anwältin. (TAG24 berichtete) Im Zuge dessen setzt sie sich seit Anfang des Jahres für die Bildung von Häftlingen und eine Reform der US-Justiz ein. Unter anderem unterstützte die 38-Jährige im Mai ein Team, das dafür sorgte, dass 17 verurteilte Häftlinge wieder mit ihren Familien zusammengeführt wurden, so das US-Promiportal "TMZ". Sie waren zu extrem langen Haftstrafen verurteilt worden aufgrund von geringen Drogendelikten.

Wie die Deutsche Presseagentur berichtete, hatte sie sich schon im Mai 2018 für eine Reform im Oval Office eingesetzt. Die Reform soll die Resozialisierung von Insassen in Haftanstalten verbessern.

Seit diesem Jahr haben Richter nun mehr Ermessensspielraum bei Urteilssprüchen für Täter, die wegen eines Delikts ohne Gewaltanwendung vor Gericht stehen, Drogenvergehen vor allem.

Kim Kardashian-West spricht im Ostsaal des Weißen Hauses. (Archivbild)
Kim Kardashian-West spricht im Ostsaal des Weißen Hauses. (Archivbild)  © dpa/AP/Jacquelyn Martin

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