Paul (6) rettet seiner Mutter das Leben, weil er sich Kinderreim merkte

Schärding (Österreich) - Der sechsjährige Paul saß nur mit seiner Mutter auf der Couch und hat ferngesehen. Doch plötzlich klagte sie über Bauchschmerzen.

Paul (6) rief den Rettungsdienst, nachdem sich seine Mutter vor Schmerzen krümmte (Symbolbild).
Paul (6) rief den Rettungsdienst, nachdem sich seine Mutter vor Schmerzen krümmte (Symbolbild).  © dpa/Herbert P. Oczeret/APA

Mutter Ursula ist unheimlich stolz auf ihren Jungen: Denn Sohnemann Paul (6) hat ihr vermutlich das Leben gerettet!

Die beiden sollen laut "Heute" einfach nur auf dem heimischen Sofa gesessen haben, als die Mutter plötzlich Bauchschmerzen bekam. "Er begann einfach fürchterlich zu schmerzen", berichtete sie gegenüber der österreichischen Zeitung.

In dem Moment dachten beide noch nicht an Schlimmeres. Doch schon kurze Zeit später krümmte sie sich immer wieder, war sogar teilweise gar nicht ansprechbar.

Der kleine Paul erinnerte sich jedoch an einen Reim, den er im Kindergarten gelernt hatte, als das Rote Kreuz da war.

"Wähle 1-4-4 und wir helfen dir", lautete der kurze, einprägsame Reim, der die österreichische Rettungs-Hotline verrät.

Der Sohn zögerte nicht lang und wählte sofort die Nummer vom Telefon aus. "Paul machte alles richtig: Er erklärte, dass es mir schlecht ging und gab die Adresse bekannt", sagt die Mutter "Heute".

Lebensgefährliche Folgen konnten nicht ausgeschlossen werden

Es dauerte nicht lange und der Rettungsdienst war zur Stelle. Die Notärzte konnten der Mutter jedoch nicht helfen, sie musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde sofort eine Gallenkolik festgestellt und eine Not-Operation durchgeführt.

Gallenkolik an sich ist zwar nicht lebensgefährlich, jedoch treten bei jedem dritten Fall Komplikationen und Folgen auf, die zum Teil sehr gefährlich enden können. Lebensgefahr besteht zum Beispiel, wenn sich durch die blitzartige Erkrankung so viel Gallenflüssigkeit anstaut, dass die Gallenblase platzt. Denn dann droht eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung!

So weit kam es dank Pauls Anruf glücklicherweise nicht. Nach der Operation im Krankenhaus konnte Mutter Ursula einige Tage später die Klinik wieder verlassen. Nun erfreut sie sich wieder bester Gesundheit.

Sie ist nun nicht nur stolz auf ihren Sohn, sondern bedankte sich auch bei der Mitarbeiterin des Roten Kreuzes, die in Kindergärten geht und den jungen Kindern die Wichtigkeit der Rettungs-Nummer erklärt.

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