"Papa, Ich liebe dich": Junge (11) stirbt, weil Oma Fisch brät

Brooklyn (USA) - Drama am Neujahrstag! Der elfjährige Camron Jean-Pierre starb, weil seine Großmutter das Mittagessen vorbereitet.

Camron Jean-Pierre wurde nur 11 Jahre alt.
Camron Jean-Pierre wurde nur 11 Jahre alt.  © Screenshot/GoFundMe

Der Junge und sein Vater waren extra aus New Jersey nach New York gekommen, um den 1. Januar mit den Großeltern zu verbringen.

Doch der Elfjährige betrat die Wohnung im wohl ungünstigsten Moment - gerade als seine Oma Dorsch anbriet.

Sein Vater wusste, dass sein Sohn unter einer Fischallergie litt. Bisher gab es keine Probleme, doch diesmal reichten nur die Fisch-Dämpfe aus. "Es passierte plötzlich, als sie gekocht hatten und wir hereinkamen", erinnert sich Vater Steven. Camron wurde bewusstlos und konnte nicht richtig atmen.

Sofort versuchte Steven seinem Kind einen speziellen Inhalator zu geben, der er bei einem allergischen Schock anwenden muss, doch er half nichts.

"Ich habe versucht, ihm das Gerät zu geben, was normalerweise immer funktioniert, aber als es diesmal nicht angeschlagen hat, habe ich den Krankenwagen gerufen."

Während der US-Amerikaner auf den Notarzt wartet, versuchte er selbst, seinen Sohn wiederzubeleben. Der Elfjährige wurde immer bleicher. "Es fühlte sich an, als hätte er keinen Puls. Ich habe ihn reanimiert und er wachte auf", erklärt Steven. Kurz bevor er erneut ohnmächtig wurde, flüsterte der Junge leise: "Papa, ich liebe dich" und gab seinem Vater zum Abschied noch zwei Küsse.

Die Rettungskräfte brachten den ohnmächtigen Schüler ins Brookdale Hospital, wo er schließlich verstarb. "Mein Sohn war der beste", erklärt sein Vater. "Er hat alle um ihn herum glücklich gemacht. Er hat seinen Papa froh gemacht."

Fischallergiker sollten auch bei Eiern und Geflügel aufpassen

Die Dämpfe vom Fischbraten löste eine allergische Reaktion bei dem Jungen aus. (Symbolbild)
Die Dämpfe vom Fischbraten löste eine allergische Reaktion bei dem Jungen aus. (Symbolbild)  © 123RF

Wie die Deutsche Presse Agentur berichtet, sollten Fischallergiker auch bei Eiern und Hühnerfleisch aufpassen.

In viele Fällen werden Hühner mit Fischmehl gefüttert, warnt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. Verbraucher sollten Geflügelprodukte deshalb nur dort kaufen, wo die Herkunft klar ist.

Ebenfalls sollten Fischölkapseln von Allergikern gemieden werden.

Wer unter der Allergie leidet, sollte neben rohen und auch auf gekochten Fisch verzichten. Das liegt daran, dass die aggressiven Fischallergene hitzestabil sind. Salzwasserfische wie Kabeljau,Schellfisch, Rotbarsch und Hering führten dabei häufiger zu allergischen Reaktionen als Süßwasserfische.

Heftige allergische Reaktionen können auch von Schalentieren ausgelöst werden. Die Symptome reichen von Hautausschlägen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock, der lebensbedrohlich werden kann.

Titelfoto: Screenshot/GoFundMe


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