Mädchen (8) fällt aus Hochbett und stirbt - Eltern vor Gericht!

Berlin - In der Nacht zum 8. Februar stürzte ein achtjähriges Mädchen in Berlin-Lichtenberg aus rund 2,30 Meter Höhe aus ihrem Hochbett. Sei fiel auf eine Keramikkerze, wobei die Scherben ihre Halsschlagader durchtrennten. Das Kind konnte vom Rettungsarzt zwar reanimiert werden, verstarb aber kurz darauf im Krankenhaus.

Das Kind wurde noch von einem Rettungsarzt behandelt, verstarb aber später im Krankenhaus.
Das Kind wurde noch von einem Rettungsarzt behandelt, verstarb aber später im Krankenhaus.  © dpa, 123rf

Die Eltern hatten das Hochbett selbst gebaut. Sieben Monate nach dem schrecklichen Unfall mussten sie sich nun vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten.

Wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen müssen die Hartz-IV-Empfänger insgesamt 2.700 Geldstrafe zahlen (90 Tagessätze á 15 Euro).

Die Eltern hätten "das gefährliche Hochbett nicht abgesichert", seien als Eltern aber besonders verpflichtet gewesen, ihr Kind vor Gefahren zu schützen, so die Richterin laut rbb24 im Urteil. Es sei ein "ausgesprochen tragischer und schrecklicher Vorfall" gewesen. Mit dem Tod ihres Kindes seien sie schon genug bestraft.

Ein dreiviertel Jahr hatten die drei Kinder in dem selbst gebauten Hochbett geschlafen. Die achtjährige Tochter schlief ganz oben. "Ich habe versagt, hatte keine seitliche Sicherung ans Bett gebaut", erklärte der Vater (40). "Das war keine Absicht, Unfälle passieren. Ich wünsche keinem, was uns passiert ist", so die Mutter (30) unter Tränen.

Titelfoto: dpa, 123rf


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