Kind wird Mutter entrissen: Gericht schickt deutsche Malena (5) nach Hongkong

München - Ein kleines Mädchen aus Bayern soll von ihrer Mutter getrennt werden und zu ihrem Vater nach Hongkong geschickt werden, weil er einen Sorgerechtsstreit gewann.

Das Mädchen soll ihre Heimat verlassen und zu ihrem Vater nach Hongkong geschickt werden. (Symbolbild)
Das Mädchen soll ihre Heimat verlassen und zu ihrem Vater nach Hongkong geschickt werden. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

Tanja G. ist verzweifelt: Die 45-jährige Mutter soll ihre kleine Tochter Malena (5) verlieren.

2011 lernte die Stewardess bei einem Flug den heute 29 Jahre alten Vater des Kindes kennen. Sie verliebte sich in den Chinesen, zusammen lebten sie abwechselnd in Hongkong und Bayern. 2014 kam dann Malena zur Welt, berichtet Tanja der "Bild"-Zeitung.

Kurz nach der Hochzeit 2017 machte sich der Vater aus dem Staub, zurück nach Hongkong. Er soll Tanja per WhatsApp abserviert haben.

"Der größte Fehler meines Lebens", gesteht die Mutter der "Bild".

Bei der Eheschließung willigte Tanja in ein geteiltes Sorgerecht ein. Das Oberlandesgericht hat nun überraschend zugunsten des Vaters entschieden. Tanja G. fiel aus allen Wolken: Noch in dieser Woche soll sie Malena nach Hongkong schicken.

Für die Mutter der blanke Horror: "Malena hat die meiste Zeit ihres Lebens in Bayern verbracht, ist Deutsche, hat an Hongkong keine Erinnerung", erklärt sie. "Mein Mann kann mich jetzt fertig machen, die Anwälte in Hongkong sind sehr teuer", fürchtet sich die 45-Jährige.

Bisher haben sich die bayerischen Behörden noch nicht zu dem Fall geäußert.

Nach dem Streit um das Sorgerecht für das Mädchen, erhielt der Vater den Zuspruch. (Symbolbild)
Nach dem Streit um das Sorgerecht für das Mädchen, erhielt der Vater den Zuspruch. (Symbolbild)  © Silvia Marks

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