Kinder "angetanzt": Eltern in Angst

Vor der Nicolai-Grundschule in Zwickau wurden Kinder belästigt.
Vor der Nicolai-Grundschule in Zwickau wurden Kinder belästigt.

Zwickau - Eine Mitteilung des Leiters der Nicolai-Grundschule sorgt für Aufruhr: Auf dem Weg zwischen Schule und Hort sind Zwickauer Kinder von offenbar jugendlichen Migranten "angetanzt und angesungen" worden.

Schulleiter Ralf Burkhardt hat dies mit einem Begleitschreiben den Eltern mitgeteilt. Darin heißt es unter anderem: "Werte Eltern, am 26.1. kam es zu einem Vorfall, bei dem Kinder unserer Schule auf dem Weg zur Kindertagesstätte von fremden Personen angetanzt und angesungen wurden. Wir werden die Kinder nochmals belehren, dass sie sich nur noch in Gruppen zu ihrer Kindertagesstätte bewegen."

Die Eltern der Schüler machen sich nun große Sorgen. "Ich bin froh, dass so etwas meiner Tochter noch nicht passiert ist", sagt Mandy Kubanke. Noch nicht eindeutig geklärt ist, wer den Kindern da Angst eingejagt hat.

Arndt Schubert (55) von der Sächsischen Bildungsagentur (sie ist Schul-Aufsichtsbehörde) ist der Vorfall bekannt. Dessen Bedeutung will er nicht herunter spielen. Aber es sei auch nicht das erste Mal, dass Kinder verängstigt werden.

Im Fall der Nicolaigrundschule verweist Schubert auf die Schulwegbegleiter, die es seit der Sanierung der Einrichtung in 2014 ohnehin gibt. "Wir versuchen hier, die Frequenz zu erhöhen, damit so viele Kinder wie möglich begleitet werden können." Schubert setzt zudem auf präventive Maßnahmen. "Die Kinder sollten noch mehr sensibilisiert werden."

Die Schulleitung erwägt unterdessen, die Anzahl der von privaten Trägern eingesetzten Schulwegbegleiter zu erhöhen.

Das Schreiben des Schulleiters an die die Eltern.
Das Schreiben des Schulleiters an die die Eltern.

Foto: propicture


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