Teenies auf Gleisen erwischt! Polizei warnt vor lebensgefährlichen Selfies

Am Dienstag erwischte die Polizei zwei Jugendliche und einen jungen Mann beim Fotografieren auf den Gleisen (Symbolbild).
Am Dienstag erwischte die Polizei zwei Jugendliche und einen jungen Mann beim Fotografieren auf den Gleisen (Symbolbild).  © DPA

Halle/Merseburg - Die Bundespolizei warnt vor dem lebensgefährlichen Trend, Selfies auf Gleisen zu machen. Am Dienstag erwischte sie drei Hobbyfotografen in Halle und Merseburg im Gleisbett.

Gegen 19.20 Uhr hatte ein Reisender im Hauptbahnhof Halle beobachtet, wie zwei Jugendliche sich gegenseitig auf den Gleisen des Bahnsteigs 2 fotografierten. Die Polizisten holten die Jungen im Alter von 12 und 13 Jahren von den Schienen und nahmen sie in Gewahrsam. Sie wurden wenig später von ihren Eltern abgeholt.

Um 23.15 entdeckten Beamte auf dem Bahnhof Merseburg einen 20-Jährigen, der direkt im Gleisbett stand und sich selbst mit dem Handy fotografierte. Die Polizei holte den Mann aus dem Gefahrenbereich und erstatteten eine Anzeige wegen unerlaubten Aufenthalts auf den Gleisen.

Nach eigenen Angaben beobachtet die Bundespolizei den gefährlichen Trend unter Jugendlichen, Selfies auf Gleisen zu machen und diese dann über die sozialen Netzwerke zu verbreiten.

Dabei kann das Fotografieren im Gleisbett schnell schiefgehen. So legt ein Zug mit 160 km/h eine Strecke von 100 Metern in gerade einmal 2,25 Sekunden zurück. Deshalb höre man ihn bei Windstille zu spät, so die Polizei. Der Blick auf den Zugfahrplan sei keine Sicherheitsgarantie. Viele Sonder- und Güterzüge tauchen nicht in den Fahrplänen an den Bahnhöfen auf.

Den drei Hobbyfotografen in Halle und Merseburg passierte zum Glück nichts. Sie müssen aber mit einem Verwarnungsgeld oder einem Bußgeld rechnen, da das unbefugte Überschreiten der Gleise und das Stehen im Gleisbett verboten sind.


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