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Baby ins Bett bringen? Nichts schwerer als das

Vaterpolka: Kind will nicht einschlafen

Kind ins Bett bringen, Geschichte erzählen, Einschlaflied singen bis es schlummert. Theoretisch kann alles so einfach sein.

Von Uwe Schneider

Das Einzige, was in meinem Leben wirklich zuverlässig klappt, ist Söhne machen. Vier Anläufe, vier Jungs: Albert ist zehn, Leo und Jack sind vier, der Kleinste, mein Bebo, wird bald ein Jahr. Schiedlich friedlich zu gleichen Teilen auf zwei Mütter verteilt. In meinen kühnen Fantasien bin ich ein Bilderbuchpapa, meine pädagogische Kompetenz gleicht aber eher einem Wimmelbild. So kommt es immer wieder zum wilden Tanz zwischen meinen Jungs, meiner Vaterliebe und meinem Nervenkostüm: Eine wahre Vaterpolka.

Ich würde so gern schlafen, das Kind eher nicht.
Ich würde so gern schlafen, das Kind eher nicht.

"Bringst du das Baby heute ins Bett?", fragt mich die Freundin beim Abendbrot. Subtil greift sie so eine in den vergangenen Tagen leicht ins undiplomatische entglittene Debatte von uns auf, an deren Anfang ich leichtfertig fallen ließ, es sei ja nicht so schwer, Kinder täglich ins Bett zu bringen. An deren Ende stand ein eisiges Schweigen zwischen uns im Raum.

„Na klar, unbedingt.” Ich genieße es, meine Söhne ins Bett zu bringen. Sie in ihre Decken einzupacken, noch eine Geschichte zu erzählen.

Dem schlummernden Kind einen Kuss auf die Stirn zu hauchen, aus dem Zimmer schleichen und wissen, dass es geborgen von seinem Traumvater träumt.

So weit die Theorie. In der Praxis gleicht es manchmal mehr einem Drama in vier Akten.

1. Akt: Bebo sitzt in seinem Stühlchen und verteilt mit staatstragender Miene Erbsen auf dem Fußboden. Seine Art auszudrücken, wie ihm das Essen schmeckt. Ich nehme ihn, schaue mit ihm im Bad vorbei und wasche Breimengen aus seinem Gesicht, die in weniger gut situierten Erdteilen ganze Familien ernähren könnten.

Die alte Windel ist nahezu unbenutzt. Wäre eine neue nicht Verschwendung? Verwerfe den Gedanken. Derartige Rationalisierungsexperimente kommen bei Müttern nur selten gut an. Sie haben ein Gespür für kindswohlgefährdende Vaterhandlungen. Und mein Selbsterhaltungsdrang wiederum hat ein Gespür für Mutterinstinkte. Also wird das Baby auch heute frisch und staubtrocken im Bett landen.

Ist das Weltschmerz oder nur Protest gegen die väterlichen Gesangskünste? (Symbolbild)
Ist das Weltschmerz oder nur Protest gegen die väterlichen Gesangskünste? (Symbolbild)

Beim Anblick des Schlafanzugs regt sich Widerstand. Bebo windet sich, will unbedingt verhindern, dass ich ihn anziehe. Es wäre leichter einen Tintenfisch (lebend) in ein Einkaufsnetz zu packen. Bin aber vorbereitet und täusche an, einen Arm in die dafür vorgesehene Öffnung zu stecken.

Er fällt darauf rein und vernachlässigt seine Deckung unterhalb der Gürtellinie. Den Moment der Unachtsamkeit nutzend, stecke ich die Beine in die Röhren. Dann spiele ich meinen größten Trumpf aus: Ich bin stärker. Ich schnappe ihn mir und stopfe die Arme in die Ärmel.

Jetzt muss das Teil nur noch geschlossen werden. Vom rechten Fuß bis zum Hals ziehen sich unendliche zehn Druckknöpfe. Bebo kontert mit seinem größten Trumpf: Er ist beweglicher. Noch vor dem ersten Knopf hat er seine Beine wieder befreit. Aus dem folgenden Ringkampf gehe ich nach zwei Minuten als Sieger hervor. Um die Stimmung zu retten, pruste ich mit dem unrasierten Mund auf Nacken, Bauch und Füße. Bebo dankt es mir. Mit einem herzerfrischenden Lachen entlädt er sich hörbar in seiner nagelneuen Windel. Er fordert also eine Revanche!

2. Akt: Durchgeschwitzt, aber frisch gewindelt und angezogen gehen wir als strahlendes Ein-Herz-und-eine Seele zur Mama, die sich mit leicht süffisanter "Ich hab jetzt Feierabend"-Miene gerade einen Rotwein öffnet: "Gute Nacht, Sonnenschein." Auf dem Weg ins Schlafzimmer verdunkelt sich das Gesicht von "Sonnenschein". Als er die Matratze berührt, ziehen finstere Wolken auf. Beim Licht-Ausschalten bricht das Unwetter los.

Bebo steht heulend im Bett. Ich nehme ihn auf den Arm, beginne sachte zu tanzen und summe. Funktioniert immer. Wenn es seine Mutter macht.

Nachdem Papa ihn müde gemacht hat, bringt Mama ihn zum Einschlafen (Symbolbild).
Nachdem Papa ihn müde gemacht hat, bringt Mama ihn zum Einschlafen (Symbolbild).

Singe "Schlaf, Kindlein, schlaf." Er scheint es nicht zu erkennen. Sein Geschrei wird lauter. Als würden alle Horrorfiguren unseres Kulturkreises – Hexen, Slenderman, der Grüffelo, ein Rudel Werwölfe, eine Schlangengrube und Hitler – unter dem Bett eine Vollversammlung abhalten. Möglicherweise mag er auch meinen Tanzstil nicht.

Ich ändere die Taktik, imitiere nun das gleichmäßige Ruckeln eines fahrenden Kinderwagens oder Autos. Das Kind schreit. Nur Geduld. Ich bin die Ruhe selbst. Das Kind ist zwar nicht die Ruhe selbst, hat aber auch Geduld. Und weint. “Durst”, schießt es mir in den Kopf. Ich versuche die Flasche in seinen Schreihals zu stecken. Er stößt sie weg und schreit. So nachdrücklich, dass ich vielleicht doch mal einen Blick unter das Bett werfen sollte.

Meine Stimme wird heiser. “Chlaf, Chindlein, chlaf.” Lege ein kurze Singpause ein. Augenblicklich ist Bebo ruhig. Auch eine Art von Gesangskritik. Kulturbanause!

3. Akt: Das Baby ist hellwach. Es sitzt auf meinem Arm, seine Augen sind tellergroß und leuchten im Dunkeln und es zeigt mir jeden Lichtpunkt im Zimmer mit einem begeisterten “DA”, “DA”, “DA”. Bebo droht die Nacht zum Tag zu machen. Hat er von mir.

Ich wechsle meine Wippfrequenz von Asphalt auf Kopfsteinpflaster. Nach zehn Minuten kann ich deutliche Zeichen von Müdigkeit erkennen. Bei mir. Wie aus dem Nichts fallen dann aber auch seine Augen zu. Ich senke die Arme millimeterweise, um ihn unbemerkt in sein Bett zu legen. Nach zwei Zentimetern Talfahrt sind seine Augen wieder offen.

Mein Geduldsfaden wird seidener. Das Kopfsteinpflaster tut meiner Blase gar nicht gut. Ich gehe in eine Art Kontinenztanz über. Scheine damit seinen Rhythmus getroffen zu haben. Er nickt ein. Sekunden, bevor meine letzte Option “Laufen lassen” gewesen wäre, gehe ich volles Risiko und lege Bebo ins Bett. Er ist ruhig! Na also!

4. Akt: Ohne Kuss und “Schlaf schön. Ich liebe dich” zu flüstern, stürze ich mit letzter Prostatakraft auf die Toilette. Gehe dann mit triumphierendem Warjanichtsoschwer-Gesichtsausdruck ins Wohnzimmer, lasse mich aufs Sofa fallen, bereit dafür, gefeiert zu werden. Kaum sitze ich, hören wir das Baby weinen.

Die Mama steht mit ihrem Einversuchwarswert-Gesicht auf und geht zu ihm. Das wird dauern. Den Rest des Abends werde ich allein verbringen. Ich hole ein Bier aus dem Kühlschrank, gehe auf den Balkon, zünde 'ne Kippe an. Auf einmal steht sie neben mir: “Er schläft jetzt.” Na klar, ich hab ihn ja auch müde gemacht.

Fotos: 123RF

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