So schlecht sind Sachsens Kinderkrippen wirklich

In Sachsen muss eine Erzieherin besonders viele Kita- und Krippenkinder betreuen.
In Sachsen muss eine Erzieherin besonders viele Kita- und Krippenkinder betreuen.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Keine guten Noten für Sachsen: In keinem anderen Bundesland sind die Betreuungsbedingungen für Krippenkinder so schlecht wie im Freistaat.

Eine Erzieherin kümmert sich im Schnitt um 6,5 Kinder unter drei Jahren, so eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Die Personalschlüssel hätten sich in jüngster Zeit nur geringfügig verbessert.

Auch bei älteren Kindergartenkindern sieht es nicht gut aus: Hier ist eine Erzieherin im Schnitt für 13,6 Kinder verantwortlich - der bundesweit zweitschlechteste Wert.

Verglichen wurden Daten mit Stichtag 1. März 2014.

Politiker von CDU und SPD verwiesen darauf, dass die Verbesserung des Betreuungsschlüssels ein zentraler Bestandteil des Koalitionsvertrages sei.

Zum 1. September wird dieser im Kindergarten von 1:13 auf 1: 12,5 verringert, 2016 auf 1:12. Die Anpassung in den Krippen läuft ab 2017.

„Vor diesem Hintergrund werden in Sachsen derzeit mehr Erzieher ausgebildet als je zuvor“, so Kultusministerin Brunhild Kurth (61, CDU).

Fotos: dpa


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