Es kam zum Streit, dann brachte ihr Partner sie um

Vor der Haustür wurden Blumen und Kerzen aufgestellt.
Vor der Haustür wurden Blumen und Kerzen aufgestellt.

Bad Oeynhausen - Anett J. wurde nur 35 Jahre alt. Am Samstag soll die Mutter von drei Kindern von ihrem eigenen Lebensgefährten, Adam E., ermordet worden sein (TAG24 berichtete).

Mit mehreren Messerstichen soll der 36-Jährige sie niedergestochen und getötet haben. Polizisten fanden die Leiche der Frau im Flur ihres Hauses an der Bahnhofstraße in Bad Oeynhausen.

Entgegen der ersten Meldung der Polizei, dass der zehnjährige Sohn den Notruf wählte, korrigierten die Beamten diese Annahme jetzt: "Das stimmt so nicht", sagte Polizeisprecher Michael Kötter gegenüber der Neuen Westfälischen. Es sei richtig, dass die Anrufe aus dem Haus kamen, "[a]ber das Kind hat nicht angerufen".

Am Montag wurde die Obduktion der Leiche durchgeführt. "Nach jetzigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass es sich um einen innerfamiliären Konflikt handelt", hieß es. Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Täters machte die Polizei nicht.

In diesem Haus kam es zu der schrecklichen Tat.
In diesem Haus kam es zu der schrecklichen Tat.

Die Ermordete soll ursprünglich aus Thüringen kommen, lebte aber wohl schon seit vielen Jahren in Bad Oeynhausen. Dort arbeitete sie am Herz- und Diabeteszentrum.

Nachdem sich die gelernte Krankenschwester von dem Vater ihrer beiden älteren Kinder (10 und 7 Jahre alt) trennte, kam sie mit Adam E. zusammen, den sie noch aus ihrer Zeit in Thüringen gekannt haben soll. Von ihm stammt das dritte Kind.

Wie Nachbarn mitbekamen, soll es am Samstag zu einem heftigen Streit zwischen dem Paar gekommen sein. Der 36-Jährige hatte offenbar Probleme, in der Kurstadt eine Anstellung zu finden.

Allerdings wollen weder Staatsanwaltschaft noch Polizei Angaben dazu machen, ob das ein Grund war, weshalb es zur Auseinandersetzung kam, die letztendlich in dem Tötungsdelikt endete.

Auch, ob die Kinder alles mit ansehen oder anhören mussten, möchten die Ermittler nicht preisgeben. Fest steht nur: "Die Kinder waren bei Eintreffen der Polizei im Haus", bestätigt Kötter.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0