Kinderpornografie: Schwerster sexueller Missbrauch

Limburg - Mehr als ein Jahr nach der Abschaltung der großen Kinderporno-Plattform "Elysium" beginnt der Prozess gegen die mutmaßliche Führungsriege.

Die Täter verbreiteten unter anderem kinderpornografische Schriften.
Die Täter verbreiteten unter anderem kinderpornografische Schriften.  © DPA

Das Landgericht Limburg verhandelt ab dem heutigen Donnerstag (9 Uhr) gegen vier Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern unter anderem wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften.

Einer der Angeklagten, ein 40-Jähriger aus Bad Camberg im hessischen Kreis Limburg-Weilburg, soll für den Betrieb des Servers verantwortlich gewesen sein und Zugriff darauf gehabt haben.

Die Anklage geht davon aus, dass der 40-Jährige dafür in seinem Unternehmen die Computeranlage zur Verfügung gestellt hatte.

Bis zur Abschaltung der im Darknet, dem verborgenen Teil des Internets, angebotenen Plattform im Juni 2017 durch das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wurden auf der Plattform über 111.000 Mitgliederkonten registriert.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen wurden auf der Plattform "Elysium" weltweit kinderpornografische Bilder und Videos ausgetauscht.

Darunter waren demnach auch Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs.

Update, 15.57 Uhr: Im Prozess um die mutmaßlichen Betreiber der Kinderpornografie-Plattform "Elysium" wollen die Angeklagten aussagen.

Zu Beginn der Verhandlung am Donnerstag vor dem Landgericht Limburg stellten ihre Verteidiger auch geständige oder teilgeständige Angaben in Aussicht.


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