Kinderpornografie im Darknet: Erste Aussagen der Angeklagten

Limburg - Im Prozess um die Kinderpornografie-Plattform "Elysium" werden am Mittwoch die Aussagen der Angeklagten erwartet.

Die Plattform "Elysium" hatte innerhalb eines halben Jahres rund 111.000 Nutzerkonten.
Die Plattform "Elysium" hatte innerhalb eines halben Jahres rund 111.000 Nutzerkonten.  © DPA

Am ersten Verhandlungstag Anfang August (TAG24 berichtete) hatten die Verteidiger angekündigt, dass sich die Männer zu den Vorwürfen äußern wollten. Dabei stellten sie teils auch geständige Angaben in Aussicht.

Die vier Angeklagten aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern müssen sich vor dem Landgericht Limburg verantworten, weil sie "Elysium" im Darknet betrieben oder sich daran beteiligt haben sollen. Die Plattform war etwa ein halbes Jahr online und hatte mehr als 111.000 Nutzerkonten weltweit.

Im Juni 2017 wurde "Elysium" von Ermittlern des Bundeskriminalamtes und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt abgeschaltet.

UPDATE 12.55 Uhr: ERSTE AUSSAGEN DER ANGEKLAGTEN

Mit ersten Aussagen der Angeklagten ist der Prozess um die riesige Kinderporno-Plattform "Elysium" fortgesetzt worden. Ein 40-Jähriger aus dem Kreis Limburg-Weilburg räumte am Mittwoch vor dem Landgericht Limburg unter anderem ein, die Technik dafür bereitgestellt zu haben.

Er habe aber nur mitgemacht, um Daten über die Szene zu sammeln und diese später der Polizei zur Verfügung zu stellen. So habe er bei der Aufklärung helfen wollen. Auch die drei Mitangeklagten wollten sich noch zu den Vorwürfen äußern.

Titelfoto: DPA


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