Kinderschänder kommt mit Bewährung davon

Kinderschänder Ralf K. (58) versteckte sich am Dienstag hinter einem Hefter.
Kinderschänder Ralf K. (58) versteckte sich am Dienstag hinter einem Hefter.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Kinderschänderprozess in Chemnitz: Weil sich Ralf K. (58) am Sohn seiner Freundin vergriff, musste er vors Landgericht. Am Ende kam der Pädophile mit Bewährung davon.

Mehr als fünf Jahre seines Lebens hatte der Berufskraftfahrer bereits hinter Gittern gesessen. Immer hatte er sich an Kindern vergangen. So auch im Jahr 2006: Mindestens vier Mal missbrauchte der den damals 13-jährigen Sohn seiner damaligen Freundin.

Außerdem musste ihm die gleichaltrige Tochter der Frau über Skype intime Fotos schicken. Ralf K. gab sich am Dienstag ganz kleinlaut, gestand alles: "Ich schäme mich so."

Mit seinem Geständnis ersparte der Chemnitzer seinen Opfern die Aussage vor Gericht. Außerdem wurden die Taten erst spät bekannt, inzwischen hatte Ralf K. eine Haftstrafe für frühere Vergehen bereits abgesessen.

Weiterhin begab er sich selbst auf Therapiesuche: "Ich wollte nie so werden wie die Gewaltstraftäter, die man so im Fernsehen sieht."

Das Gericht gab dem Mann eine letzte Chance - und verurteilte Ralf K. zu zwei Jahren Haft, die zu vier Jahren Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem muss er 1000 Euro an einen Kindernotdienst bezahlen.

Zu seinen Opfern darf er keinerlei Kontakt mehr aufnehmen.

Foto: Haertelpress/Harry Haertel (1)


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