Über 1000 Fälle: Mutter soll Töchter überredet haben, mit Adoptivbruder zu schlafen

Berlin - Mehr als 1000 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern werden einem 51-Jährigen zur Last gelegt, der sich ab Donnerstag (9.15 Uhr) vor dem Berliner Landgericht verantworten muss

Mehr als 1.000 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern werden einem 51-Jährigen zur Last gelegt. (Symbolbild)
Mehr als 1.000 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern werden einem 51-Jährigen zur Last gelegt. (Symbolbild)  © 123RF

Mitangeklagt ist die Mutter der mutmaßlichen Opfer. Die 55-Jährige soll ihre drei minderjährigen Töchter über Jahre hinweg dem 51-jährigen Frührentner aus Schöneberg zur Verfügung gestellt und die Mädchen überredet haben, die sexuellen Handlungen über sich ergehen zu lassen.

Zu den Übergriffen sei es den Ermittlungen zufolge zwischen 2006 und 2017 gekommen. Bei dem 51-Jährigen soll es sich um einen Adoptivbruder der Mutter handeln.

Für den Prozess sind 16 Verhandlungstage bis zum 21. Juni vorgesehen.

Prozess hinter verschlossenen Türen

Für den Prozess sind 15 weitere Tage bis zum 21. Juni vorgesehen. (Symbolbild)
Für den Prozess sind 15 weitere Tage bis zum 21. Juni vorgesehen. (Symbolbild)

Update, 12 Uhr

Auf Antrag der Nebenklage hat das Berliner Landggericht zum heutigen Prozessbeginn noch vor Verlesung der Anklage die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mutmaßlichen Taten im Jahr 2006 begonnen hätten.

Elf Jahre lang sei es bis 2017 zu Übergriffen gekommen. Eines der Kinder soll sich schließlich offenbart haben.

Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen, schweren Kindesmissbrauch sowie Herstellung von Kinderpornografie.

Die Angeklagten wurden im September 2018 festgenommen. Der Mann befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die 55-Jährige wurde zunächst verschont. Sie sitzt seit Januar in Untersuchungshaft.

Der Prozess läuft auf Antrag der Nebenklage für die Dauer der Hauptverhandlung hinter verschlossenen Türen. Bereits durch die Verlesung der 57-seitigen Anklage könnten Persönlichkeitsrechte der von ihr vertretenen Schwestern verletzt werden, sagte eine Anwältin. Für den Prozess sind 15 weitere Tage bis zum 21. Juni vorgesehe

Titelfoto: 123RF

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0