Diese 10 Kindheits-Erinnerungen habt Ihr sicherlich schon vergessen

Dresden - Hach, die gute alte Zeit, in der man sich lange Autofahrten mit "Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst" vertrieben hat, man sich mit fünf Mark Taschengeld, wie der König der Welt gefühlt hat, heimlich die Musikvideo-Dauerschleifen auf Viva schaute, um die besten Tracks mit der Record-Funktion auf Kassette aufzunehmen.

Meist sind es die Geräusche, die Gerüche, Geschmäcker und Gefühle, die uns plötzlich kaum mehr glauben lassen, dass das alles schon (10+) Jahre her sein soll...

Schmerzende Augen aufgrund von Überdosis 3D-Buch-Studium

Sie hießen "Das Magische Auge", oder für sprach-bewanderte Abenteurer auch "Magic Eye", wobei es von letzterem gleich zahlreiche Auflagen gab. Entdecken konnte man auf seltsamen Farbformationen dann Tiere, Stühle, Tische oder in kniffligen Fällen sogar ein Gesicht.

Das Gefühl, einen vollkommen zerbolzten Fußball anzufassen

Von wegen dezent glänzende Oberfläche und WM-Optik! Richtig harte Kerle trainieren doch mit dem abgeschliffenen, von zahlreichen Hobby-Turnieren auf Hinterhöfen und Bolzplätzen geprägten, Leder . Hatte irgendwie auch immer so einen ganz eigenen Geruch, oder?

Nougatspitzen finden und Calippo auftauen

Ein bisschen Hartgeld in die Hand bekommen und damit ab an den Kiosk ein Stieleis holen. Meist gab es zwei Typen von Kindern - die Wassereis-Fans und diejenigen, die es lieber schokoladig-cremig wollten. Beide hatten es oft nicht leicht: Diese gefrorenen Limo-Eise mit tropisch-paradisischen Namen wie "Calippo", "Beach-Cola" oder musste man erstmal aus ihrer Papphülle befreiern, was eher die Hände, als den Gaumen erfrischte. Und bei dem guten alten Nucki-Nuss war doch das Highlight diese Spitze unten in der Waffel!

Heimlich am Grind rumspielen und dafür Ärger bekommen

Wahrscheinlich jeden von uns hat es mal hingehauen! Meist nicht nur ein bisschen - sondern so richtig, richtig! Mit aufgeschürften Knien, verheulten Augen und kleinen Kieseln in der Handfläche mussten wir dann bei Mutti vorstellig werden, die die Misere erstmal mit Penaten versorgte. Doch der Heilungsprozess wurde immer zum Spießrutenlauf gegen sich selbst, denn nichts versetzte einem abends im Bett mehr Kick, als verbotenerweise am Grind rumzupulen.

Regentropfen-Wettrennen auf der Autoscheibe

Ihr sitzt hinten im Auto, das Radio dudelt vor sich hin, die Heimfahrt aus dem Urlaub oder einem Verwandtschafts-Besuch. Draußen regnet es und die Tropfen perlen draußen an der Scheibe ab. Welche ist schneller - die große da rechts oder doch die Kleine. Was so banal klingt, war damals wirklich spannend!

Das Prickeln im Mund beim Genuss von Brausepulver

Wer braucht schon ausgefallene Limonaden, wenn man sich das Gebräu auch ganz leicht selbst herstellen kann?! Ahoj-Brause war doch das absolut Größte. Ganz Mutige brauchten noch nicht einmal Wasser, sie spülten das prickelnde Pulver einfach mit etwas Spucke runter. Später wurde es dann zur Ingredienz für fetzige Spirituosen-Mischungen oder zu wissenschaftlichen Experimenten nasal eingenommen...

Das Geräusch wenn man die große Matte in der Turnhalle umkippt

Des einen Freud, des anderen Leid: Schulsport! Für Sicherheit musste jedoch immer gesorgt werden - mithilfe dieser blauen, riesigen Matten - die man zunächst von ihrer Wandbefestigung lösen musste, um sie dann mit einem gehörigen Flatschen auf den Sportboden knallen zu lassen und mit vereinter Kraft zum Ort des Geschehens zu schieben. Die hatten doch auch immer so einen besonderen Geruch nach schweißtreibenden Sprüngen und muffiger Sportkleidung...

Das Schaben der Window-Color-Spitze auf der Folie

Diese spezielle Kunstform, wurde wohl fast in jedem Haushalt betrieben. Der Trend war so durchschlagend, das Farbsortiment unerschöpflich und die Motive variierten von Aquarium-Bewohnern für's Bad, über, sich mit UV-Licht aufladenden Sternen, bis hin zu aufwendigen Diddl-Mäusen. Die Malstunde begann meistens mit dem Abknubbeln von Farbresten von der Spitze, weiter ging es mit dem Schaben des schwarzen Konturstifts über die Folie - bis man endlich in allen Farben des Regenbogens losmalen konnte.

Diese beeindruckende Mutprobe...

Ja, Mutprobe ist vielleicht das falsche Wort. Denn eigentlich war diese milde Form der Selbstverstümmelung ganz einfach und sah trotzdem, unserer damaligen Auffassung nach, seeeeehr beeindruckend aus. Gehört in die selbe Kategorie wie "Finger in heißes Kerzenwachs tunken, abkühlen lassen und abziehen".

Spannender als jedes Buch: Die Fernseh-Zeitung

Das war doch immer schön, wenn das sehnlichst erwartete Programm für die kommende Woche auf dem Wohnzimmertisch lag. Was kommt wann? Wann müssen wir uns gut benehmen, damit wir lang aufbleiben dürfen? Und vor allem: Wie geht es bei GZSZ, Marienhof und Verbotene Liebe weiter? In Prä-Internet-Zeiten war dieses intensive Studium einfach ein Muss!


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