Trotz diverser Straftaten: "King Abode" darf wohl in Deutschland bleiben

Bautzen - "King Abode" könnte Glück haben. Er darf vermutlich in Deutschland bleiben.

King Abode verhielt sich am Mittwoch ruhig vor Gericht.
King Abode verhielt sich am Mittwoch ruhig vor Gericht.  © Norbert Neumann

Am Oberverwaltungsgericht (OVG) wurde am Mittwoch über die drohende Abschiebung gegen den Intensivtäter Mohamed Youssef T. (22) verhandelt.

Noch ist kein endgültiges Urteil gefallen, aber der Senat gab seine vorläufige Auffassung bekannt: Zwar gelte der Heimatort von Mohamed Youssef T. in Libyen nicht als gefährdetes Gebiet. Aber der Weg dahin sei nicht ungefährlich. Immerhin müsste der Flüchtling per Flugzeug nach Tripolis gebracht werden. Die libysche Hauptstadt aber sei in den Händen von Islamisten, so der vorsitzende Richter. Das Urteil wollen die Juristen am Freitag bekannt geben.

Mohamed Youssef T. ist der Justiz in Sachsen wohl bekannt. Der Libyer fiel immer wieder wegen Drogen und Diebstahl auf. Sein Vorstrafenregister umfasst inzwischen 20 Eintragungen. Doch all diese Taten sind für die Richter vom Oberverwaltungsgericht irrelevant.

Erst wenn "King Abode" ein Verbrechen nachgewiesen würde, das mit mindestens drei Jahren Gefängnis bestraft wird, wäre das ein Ablehnungsgrund für den Asylantrag.

Außerdem wurde Mohamed Youssef T. bei seinen Strafprozessen immer wieder ausfällig. Wie zuletzt im Amtsgericht Dresden (TAG24 berichtete). Derlei Theater unterließ er in Bautzen am Mittwoch, saß still neben seinem Verteidiger.

Trotzdem saßen zur Sicherheit zwei Justizbeamte mit im Saal.

Titelfoto: Norbert Neumann


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