Linken-Vorsitzende Kipping: "Populismus ist an sich eine gute Sache"

Katja Kipping, die Parteivorsitzende der Partei "Die Linke".
Katja Kipping, die Parteivorsitzende der Partei "Die Linke".  © DPA

Berlin - Populismus ist eine gute Sache findet Katja Kipping, die Parteivorsitzende der Partei "Die Linke". Sie verteidigte den aus ihrer Sicht notwendigen Linkspopulismus ihrer Partei bei einem Interview im "ZDF-Morgenmagazin" am Mittwoch. Die häufig einfachen Antworten seien notwendig, um Dinge verständlich zu erklären.

"Populismus ist an sich ja eine gute Sache, wenn es darum geht, Sachen verständlich zum Ausdruck zu bringen", so Kipping auf die Frage, wie viel Populismus ihre Partei vertrage. Ihre Partei stehe deshalb für einen Linkspopulismus, der deutlich mache, dass die Grenzen in der Gesellschaft weiterhin zwischen oben und unten verliefen.

Als konkretes Beispiel führte sie gefrustete Menschen in ihrer Heimatstadt Dresden an, die sie regelmäßig vor dem Jobcenter träfe. "Sie sind gefrustet, weil sie Schikanen erleben und ihnen irgendjemand einreden will, ursächlich für ihre Schikanen wären Geflüchtete." Genau dann sei es ihre Aufgabe, deutlich zu machen, wer die Gesetze für Hartz-4-Sanktionen zu verantworten hat. "Das waren ganz bestimmte Parteien, aber nicht Geflüchtete", so Kipping, die auf einfache Antworten setzt.

Auch im Immobilienbereich befürwortet sie klare Worte. "Wenn Leute sich beschweren, dass Mieten immer mehr wachsen, dann muss man sagen: Daran sind Miethaie schuld, aber wahrlich nicht Geflüchtete."

Deshalb sei es Aufgabe der Linken, über soziale Konflikte zwischen oben und unten verständlich aufzuklären. Auch mit Mitteln des Linkspopulismus.

Titelfoto: DPA


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