Sachsens 1.Kirche spricht Klingonisch

Holger Forberg am Stand mit Infoblättern in verschiedenene Sprachen.
Holger Forberg am Stand mit Infoblättern in verschiedenene Sprachen.

Von Jan Berger

Freiberg - Man muss nicht unbedingt an den lieben Gott glauben, um in der Petri-Nikolai-Kirche freien Eintritt zu erhalten. Und man muss nicht zwangsläufig von einem anderen Stern sein, um in einer außerirdischen Sprache begrüßt zu werden.

In der Freiberger Stadtkirche passiert das auf „Klingonisch“.

Im Schatten des großen Domes bleibt die Stadtkirche Petri-Nikolai am Obermarkt eher unbeachtet. Da muss man mit Service punkten. Deshalb gibt es das Begrüßungsblatt mit allen Infos zu Bauwerk, Orgel und Glocken in sage und schreibe 27 Sprachen. Holger Forberg vom Kichenvorstand:

„So eine Vielfalt finden sie bestimmt nicht nochmal in einem Umkreis von 1000 Kilometern.“

In einem großen Regal liegen die fremdsprachigen Blätter aus. Englisch, Niederländisch und - selbstverständlich - Polnisch müssen am meisten nachgedruckt werden.

Die Stadtkirche St. Petri in Freiberg begrüßt ihre Gäste sogar in Klingonisch.
Die Stadtkirche St. Petri in Freiberg begrüßt ihre Gäste sogar in Klingonisch.

Doch dann folgt gleich das Klingonische. Forberg:

„Dabei habe ich hier noch gar keinen Klingonen gesehen. Würde gern mal einen treffen, um ihn dann zu unserem Gottesdienst einzuladen.“

Mit 27 Sprachen soll nicht Schluss sein - 15 weitere sind in der Planung oder schon in Arbeit.

Organisator Holger Forberg: „Die ehrenamtlichen Übersetzer finde ich bei Vereinen, Kirchgemeinden oder Länderzentren. Leider habe ich noch niemanden für Bulgarisch gefunden...“

Info: www.petri-nikolai-freiberg.de

Was ist Klingonisch?

Die Klingonen sind eine außerirdische Spezies aus dem Star-Trek-Universum (u.a. Raumschiff Enterprise). Sie gelten als schroffes und kriegerisches Volk - entsprechend martialisch klingt ihre Sprache.

Das fiktionale Klingonisch wurde ab 1984 für einen Kinofilm geschaffen. Inzwischen hat die Sprache ein eigenes Institut und ist von Sprachwissenschaftlern sogar als echte Sprache anerkannt.

Fotos: Eckardt Mildner, Fotolia


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