Grauenvoll! Kirchgemeinderat missbrauchte die Töchter seines Freundes

Clemens M. (41) mit seinen Anwälten Katja Reichel und Jürgen Saupe.
Clemens M. (41) mit seinen Anwälten Katja Reichel und Jürgen Saupe.  © Steffen Füssel

Dresden - Im Prozess gegen einen Pfarrgemeinderat der katholischen Kirche "Heilige Familie" wegen Missbrauchs von Kindern am Landgericht Dresden legte der Angeklagte Clemens M. (41) jetzt ein Geständnis ab.

Der Diplom-Ingenieur missbrauchte zwei Mädchen (heute 5 und 7 Jahre), filmte seine Taten. "Es waren Kinder eines Freundes, den ich seit über 30 Jahren kannte", so der Kirchenmann. "Immer wenn sie in Dresden ihre Familie besuchten, trafen wir uns. Irgendwann wollten die Mädchen bei mir übernachten. Gleich in der ersten Nacht passierte es." Von der Älteren war Clemens M. sogar Patenonkel! "Sie schliefen dabei, bekamen wohl nichts mit", so der Angeklagte, der die Kinder auch heimlich filmte, wenn sie sich bettfertig machten.

Clemens M.: "Ich hatte mich mit meiner Neigung beschäftigt. Aber Therapiemöglichkeiten gibt es nicht viele. Und dann gab es wohl Momente der Schwachheit bei mir." Im Darknet suchte er nach Kinderpornografie und fand sie auf der illegalen Plattform "Elysium" (89.000 Nutzer). Auch Clemens M. zog sich davon Tausende aus dem Netz. "Elysium" wurde im Frühjahr 2017 von der Polizei gestoppt.

"Ich habe meine Bilder aber nur einem Herrn aus Landsberg persönlich zur Verfügung gestellt. Nicht über die Plattform", beteuerte Clemens M. Dieser Mann (61) ging der Kripo aber als einer der Haupttäter für "Elysium" ins Netz.

Auf seinen Rechnern fanden sich die Bilder von Clemens M.: "Als ich dann festgenommen wurde, war ich erleichtert", so der Angeklagte. Urteil folgt.

Die katholische Pfarrei "Heilige Familie", hier war der Angeklagte aktives Mitglied.
Die katholische Pfarrei "Heilige Familie", hier war der Angeklagte aktives Mitglied.  © Steffen Füssel