Nach drei Minuten: AFD Alice Weidel verlässt wütend ein weiteres Interview

Die Fragen waren ihr zu "unqualifiziert". Alice Weidel (38, AFD) hielt das Interview keine vier Minuten durch.
Die Fragen waren ihr zu "unqualifiziert". Alice Weidel (38, AFD) hielt das Interview keine vier Minuten durch.  © Sebastian Gollnow/dpa

Kirchhain - Sie hielt keine vier Minuten lang durch, ehe sie das Interview hinschmiss: Alice Weidel (38, AFD) sorgte bereits am vergangenen Freitag für einen Eklat, wie jetzt bekannt wurde.

Damit ist das Triple voll: Letzten Freitag brach Weidel ein Interview ab, vor drei Tagen verließ sie die ZDF-Sendung "Wie geht's, Deutschland" (TAG24 berichtete) und am Mittwoch hatte sie ohne Angabe von Gründen ihre Teilnahme an der Sendung "illner intensiv" abgesagt.

Jetzt berichtet die "Oberhessische Presse" aufgrund von Weidels aktuellen Ausfällen, dass die Politikerin das Interview am letzten Freitag bereits nach 3 Minuten und 44 Sekunden abbrach. In der Zeit, die sie vor Ort war, hatte Weidel allerdings auch nicht viel zu Sachthemen zu sagen.

Vielmehr interessierte sie sich laut "Oberhessische Presse" dafür, wie und wo sie fotografiert wird. Ihre größte Sorge: "... Weil wenn ich spreche, nachher habe ich einen Gesichtshänger und dann gibt’s ein schlechtes Bild. Und: Ich kenn‘ das ja alles", so Weidel.

Nachdem das Thema nach über zwei Minuten ausdiskutiert war, wird die AfD-Spitzenkandidatin nach einem kurzen Dialog zum Thema Euro auf die Islamfeindlichkeit der AFD angesprochen.

Zuviel für Weidel: "Wir sind weder islam- noch ausländerfeindlich und das sind mir zu unqualifizierte Fragen. Ich mach das nicht mehr. Es tut mir leid. Mit Rassismus und ausländerfeindlich und so."

Und weiter: "Ich brauch das alles nicht. Dann müssen Sie sich vernünftige Fragen differenziert überlegen, aber ich mach das hier nicht. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag."

Ob die Spitzenkandidatin der AfD in Zukunft auch mal ein Interview durchhält? Das bleibt abzuwarten.

Ihre große Sorge: Ein Foto mit "Gesichtshänger".
Ihre große Sorge: Ein Foto mit "Gesichtshänger".  © Daniel Maurer/dpa

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa


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