SEK-Einsatz: Mann bricht in Haus ein, legt Feuer und tötet 35-Jährigen

Bad Hersfeld - In der Gemeinde Kirchheim bei Bad Hersfeld in Osthessen kam es am späten Dienstagabend zu einem dramatischen Polizei-Einsatz.

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei konnte den Tatverdächtigen festnehmen (Symbolbild).
Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei konnte den Tatverdächtigen festnehmen (Symbolbild).  © Montage: dpa/Paul Zinken, dpa/Uwe Anspach

Ein 31 Jahre alter Mann war zuvor in ein Mehrfamilienhaus in der Hauptstraße in Kirchheim eingebrochen.

Was genau in dem Haus geschah, ist aktuell noch unklar. Sicher ist: Ein 35 Jahre alter Mann wurde "tödlich verletzt", wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Nacht zu Mittwoch gemeinsam mitteilten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wurde der 35-Jährige angeblich von dem 31-jährigen Einbrecher getötet.

Der 31-Jährige verschanzte sich in dem Mehrfamilienhaus. Zudem legte er Feuer und setzte dadurch den Hausflur in Brand. Ein Bewohner flüchtete auf das Dach und wurde von Einsatzkräften gerettet, ein weiterer brachte sich selbst in Sicherheit – beide blieben unverletzt.

"Das Feuer konnte durch die Feuerwehr jedoch zügig gelöscht werden", sagte ein Sprecher.

Die Polizei, die mit zahlreichen Kräften vor Ort war, entsandte schließlich ein Spezialeinsatzkommando (SEK). Den Spezialisten gelang es gegen 0.30 Uhr in der Nacht zu Mittwoch, den 31-Jährigen festzunehmen.

Großer Polizei-Einsatz in Kirchheim bei Bad Hersfeld

Offenbar musste dabei Gewalt angewendet werden, der Mann wurde bei der Festnahme leicht verletzt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mitteilten.

Der Vorfall in Kirchheim bei Bad Hersfeld stellt die Ermittler vor viele Rätsel. "Die genauen Hintergründe der Tat sind zurzeit noch unklar", erläuterte der Sprecher weiter.

Die Ermittlungen dauern an.

Sprecher der Staatsanwaltschaft: "Heilloses Durcheinander" am Tatort

Update, 10.30 Uhr: Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda gegenüber TAG24 sagte, gestalten sich die Ermittlungsarbeiten als sehr schwierig. Am Tatort habe ein "heilloses Durcheinander" geherrscht.

Der festgenommene 31-Jährige soll demnach vernommen werden. Zudem soll eine Obduktion des getöteten 35-Jährigen weitere Erkenntnisse bringen.

Weitere Angaben machte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht.

Titelfoto: Montage: dpa/Paul Zinken, dpa/Uwe Anspach

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