Görlitzer Kirchturm: Erneut Mängel kurz nach der Sanierung

Ein Spezialgerüst wurde aufgebaut, um von außen nahe genug an die Türme heran zu kommen.
Ein Spezialgerüst wurde aufgebaut, um von außen nahe genug an die Türme heran zu kommen.

Von Hermann Tydecks

Görlitz - Für satte 1,8 Millionen Euro wurden die beiden neugotischen Türme der Peterskirche in Görlitz nach der Jahrtausendwende repariert. Jetzt erfordern neue Schäden eine erneute aufwendige Reparatur.

Risse haben sich tief in Putz, Fugen und einige steinerne Kreuzblumen der Turmabdeckung gefressen. „Es bröckelt aber nichts ab oder fällt hinunter“, beruhigt Pfarrer Hans-Wilhelm Pietz (58) von der evangelischen Innenstadtgemeinde.

Über ein Spezialgerüst werden seit Montag Proben des Gesteins entnommen, um die Ursachen der Rissbildung festzustellen.

So soll auch geklärt werden, ob die neuen Schäden möglicherweise aufgrund von Mängeln während der letzten Sanierungsarbeiten entstanden sind.

Infrage kommen auch wetterbedingte Einflüsse wie Frost und Hitze.

„Wir werden versuchen, uns Partner zu suchen und die Reparatur gemeinsam zu schultern. Anders geht es gar nicht“, sagt der Pfarrer.

Wie hoch die neuerlichen Sanierungskosten des Görlitzer Wahrzeichens sind, könne noch nicht beziffert werden.

Fotos: Pawel Sosnowski


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