Berliner Clubszene bangt: KitKat vor dem Aus!

Berlin - Trifft das Berliner Clubsterben nun auch den berühmt-berüchtigten KitKat Club? Die Räume sollen zu Mitte 2020 gekündigt worden sein.

Muss der berühmte Berliner KitKat Club schließen?
Muss der berühmte Berliner KitKat Club schließen?  © imago images / Stefan Zeitz

Wie der Geschäftsführer der Berliner Clubcommission, Lukas Drevenstedt, gegenüber dem Berliner Kurier erklärt, sei bislang noch unklar, was aus den Räumlichkeiten, welche aktuell unter der Woche durch den Sage Club und am Wochenende vom KitKat Club genutzt werden, werden soll. Man hoffe jedoch aktuell noch, "dass man sich zusammenfindet".

Ob eine Einigung gefunden werden kann, der Club doch in eine neue Location umziehen oder gar ganz geschlossen werden muss, wird sich wohl in den kommenden Monaten zeigen.

Fakt ist: Die mögliche Schließung des weltberühmten Fetisch-Clubs würde nicht nur Inhabern und Gästen schaden. Die Berliner Clubszene lockt schließlich innerhalb eines Jahres rund drei Millionen Touristen in die Hauptstadt. Das hat eine Studie zur Clublandschaft für das Jahr 2017 im Auftrag der Clubcommission herausgefunden, bei welcher 500 Clubbesucher und 280 Betreibern befragt wurden.

Der Club-Tourismus färbt auf andere Bereiche ab. Laut Studie sorgten die Feiergäste für einen Umsatz von rund 1,48 Milliarden Euro im Transport-, Gastronomie und Gastgewerbe. Die Berliner Club- und Veranstaltungsszene allein habe 168 Millionen Euro brutto umgesetzt.

"Die Clubkultur ist ein wichtiger Impulsgeber für alle möglichen Branchen", sagte Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission am Mittwoch. In dem Verband sind Club-, Party- und Kulturveranstalter organisiert. "Die Schwerindustrie Berlins ist die Kreativszene und die Clubs sind eines der wichtigen Zahnräder", so Leichsenring.

Bleibt also nur zu hoffen, dass nicht die nächste beliebte Location dem Clubsterben zum Opfer fällt.

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