"Klare Tötungsabsicht!" So erlebte der verletzte Polizist den Mord an Fritz von Weizsäcker!

Berlin - Ein medizinischer Vortrags-Abend mit dem Thema "Fettleber – (k)ein Grund zur Sorge" endete am Dienstagabend mit einem blutigen Tötungsdelikt an Fritz von Weizsäcker. Gegenüber der BILD berichtet der mutige Polizist, der beim tödlichen Messerangriff schwerst verletzt wurde, wie er den Abend erlebte.

Marianne von Weizsäcker (2.v.r.), Joachim Gauck (r), sowie die Kinder von Richard von Weizsäcker, Fritz von Weizsäcker und Beatrice von Weizsäcker, stehen beim Staatsakt für den gestorbenen Bundespräsidenten von Weizsäcker am Berliner Dom.
Marianne von Weizsäcker (2.v.r.), Joachim Gauck (r), sowie die Kinder von Richard von Weizsäcker, Fritz von Weizsäcker und Beatrice von Weizsäcker, stehen beim Staatsakt für den gestorbenen Bundespräsidenten von Weizsäcker am Berliner Dom.  © Maurizio Gambarini/dpa

Im Interview mit der BILD erzählt Ferrid B. (33), warum er den Vortag von dem getöteten Fritz von Weizsäcker besuchte.

"Meine Ehefrau hat mich zu der Veranstaltung überredet. Ich wollte Möglichkeiten finden, abzunehmen und gesünder zu leben." Besonders kurios: "Am nächsten Freitag hätte ich auch einen Sprechstundentermin bei Prof. von Weizsäcker gehabt", wie B. berichtete.

Nichts ahnend von den Folgen der Minuten des Schreckens betrat der Kriminalpolizist den Vortagsraum der Schlosspark-Klinik. Nach der sehr interessanten Präsentation des Doktors geschah das Blutbad.

"Als sich der Messerangriff ereignete, stand ich am Rednerpult, dicht neben Professor von Weizsäcker, unterhielt mich mit ihm. Er war sehr nett und hilfsbereit", berichtet B. und erzählte: "Der Täter erschien urplötzlich und griff gezielt und mit klarer Tötungsabsicht den Doktor an. Von Weizsäcker bewegte sich fluchtartig links an mir vorbei. Mir war klar, dass ich als Polizist und Mensch handeln musste, um den Doktor und die sich unmittelbar hinter mir befindliche Sitzreihe, ausschließlich ältere Damen und Herren, zu schützen."

Das beherzte Eingreifen des Polizisten kostete ihm fast das Leben, doch B. hatte in dem Moment ganz andere Gedanken. "Ich stellte mich vor den Angreifer, packte ihn an den Armen und griff in die Messerklinge hinein, um zu verhindern, dass er weiter auf den Arzt einstechen kann." Schon zu diesem Zeitpunkt erlitt der Polizist tiefe Schnittwunden an den Händen und am Hals.

Letztlich konnte aber auch der besonders mutige Einsatz von Ferrid B. den Tod von Fritz von Weizsäcker nicht verhindern. Der Arzt starb noch am Tatort, B. wurde mit schweren Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

"Ich möchte der Familie Weizsäcker mein tiefes Beileid aussprechen und meine Trauer äußern. Ich habe wirklich alles mir Mögliche versucht, um sein Leben und das der anderen zu erhalten."

Einsatzkräfte sind vor Ort.
Einsatzkräfte sind vor Ort.  © Morris Pudwell

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