Darum plant Darcy (8) schon jetzt ihre eigene Beerdigung

Glenrothes - Jahrelang waren die Ärzte im Dunkeln getappt, was der kleinen Darcy McGuire (8) aus dem schottischen Glenrothes fehlt und taten ihre Schmerzen als Lappalie ab. Als sie endlich auf die richtige Diagnose kamen, war es zu spät.

Immer wieder versicherten die Ärzte der verzweifelten Mutter, dass alles in Ordnung sei. (Symbolbild)
Immer wieder versicherten die Ärzte der verzweifelten Mutter, dass alles in Ordnung sei. (Symbolbild)  © 123RF Dmitrii Shironosov

Schon als Darcy drei Jahre alt war, hatte Mutter Carol Donald das Gefühl, dass mit ihrer Tochter irgendetwas nicht stimmt.

Laut "TheCourier" hatte sich damals ein Klumpen an ihrer Wirbelsäule gebildet, zudem litt das kleine Mädchen ständig unter Schmerzen. Für die Ärzte war das jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Sie schoben es auf zwei Wirbelsäulenoperationen im Babyalter.

Doch zunehmend wurde es schlimmer und Darcy kränklicher. Sie war ständig müde, nahm ab und hatte solche Beschwerden, dass sie nicht mehr mit den anderen Kindern mithalten konnte.

Zu Beginn des Jahres war es so schlimm, dass sie andauernd umkippte. Jetzt begannen die Ärzte endlich, sie genauer zu untersuchen und stellten dabei eine äußerst aggressive Form von Knochenkrebs fest.

Man fand drei große Tumoren an Wirbelsäule und Kreuzbein. Zudem wurde festgestellt, dass die Krankheit heftig gestreut hatte. Rippen, Lunge, Schädel, Hände, Arme und Beine waren ebenfalls betroffen.

Darcy plant ihre eigene Beerdigung

Auch wenn Darcy mittlerweile sehr eingeschränkt ist, sieht sich dennoch stets das Positive im Leben. (Symbolbild)
Auch wenn Darcy mittlerweile sehr eingeschränkt ist, sieht sich dennoch stets das Positive im Leben. (Symbolbild)  © 123RF upixa

Selbst der Arzt, der die Diagnose stellte, "konnte nicht glauben, dass das so lange übersehen worden ist", so der "Daily Record".

Zunächst versuchte man noch per Notfall-Chemotherapie die Tumore zu verkleinern, dies wurde jedoch nach einigen Wochen aufgegeben. Die Ärzte bestätigten, dass es keine Hoffnung mehr gibt.

Die Mutter war schockiert und zugleich unglaublich wütend: "Die Nachricht, dass meine jüngste Tochter im Endstadium ist, war der schlimmste Tag meines Lebens. Ich war so wütend und frustriert, weil ich als Mutter immer wusste, dass etwas nicht stimmt. Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber die Spezialisten sagten mir immer wieder, es sei alles in Ordnung."

Die Wut wird umso verständlicher, wenn man bedenkt, dass die Fünf-Jahres-Überlebenschance bei 68 Prozent liegt - so die Krankheit rechtzeitig entdeckt wird.

Trotz all dieser niederschmetternden Ereignisse und dem Fakt, dass diese Art von Krebs nur eines von 20 Millionen Kindern weltweit befällt, blieb Darcy McGuire positiv.

Sogar ihre eigene Beerdigung plante die mittlerweile von der Hüfte abwärts gelähmte Achtjährige mit, wie die Mutter "TheCourier" erzählt: "Darcy hat mir sehr geholfen, jeden einzelnen Teil ihrer Beerdigung zu planen. Das war wichtig für mich, weil ich wollte, dass alles nach ihrem Wunsch passiert."

Wie lange sie noch auf unserer Welt weilt, ist nicht klar. Fest steht, dass sie jeden einzelnen Tag zu einem besonderen für ihre Familie machen wird.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0