Ansturm auf Tankstellen, aber besonders billig ist es nicht: Darum gibt's einen Run auf Zapfsäulen!

Deutschland - Am heutigen Donnerstag gab es vielerorts noch einmal einen regelrechten Ansturm auf Tankstellen. Das steckt dahinter.

In Bautzen dauerte es etwas länger, bis Autofahrer an der Zapfsäule waren.
In Bautzen dauerte es etwas länger, bis Autofahrer an der Zapfsäule waren.  © LausitzNews/Erik-Holm Langhof

Am Donnerstag nutzten viele Autofahrer in Deutschland noch einmal die Gunst der Stunde und suchten eine Tankstelle auf. Aus Zittau und Bautzen (Sachsen) erreichten die TAG24-Redaktion sogar Fotos von Staus, die weit über die Tankstellen-Zufahrt hinaus gingen.

Eins steht fest: Mit 1,25 Euro für einen Liter Super oder 1,08 Euro für dieselbe Menge Diesel war der Sprit im Osten nicht besonders günstig. Auch in anderen Teilen des Landes wurden die Preise genauso oder ähnlich gestaltet.

Doch warum gab es dann solch einen Run auf die Zapfsäulen?

Grund für das Aufkaufen der Tankstellen-Vorräte dürfte die angekündigte Einführung eines CO2-Preises sein.

Die Bundesregierung will fossile Energien verteuern und klimaschonende Alternativen voranbringen. Für jede Tonne CO2, die bei der Erzeugung eines Rohstoffes entsteht, muss der Hersteller nun 25 Euro zahlen. Diese Zusatzkosten werden aller Voraussicht nach an die Kunden weitergegeben.

Laut Bundesregierung sollen so die Preise für Benzin um 7 Cent, Diesel und Heizöl um 7,9 Cent je Liter sowie Erdgas um 0,6 Cent pro Kilowattstunde steigen. Start für die neue Gebühr ist der morgige 1. Januar 2021.

Ab 1. Januar 2021: Sprit wird teurer, Strom dafür günstiger!

Auch in Zittau kam es vor Tankstellen zu Staus.
Auch in Zittau kam es vor Tankstellen zu Staus.  © xcitepress
Wer am Donnerstag den Tank noch mal vollgemacht hat, dürfte damit um einiges günstiger gekommen sein.
Wer am Donnerstag den Tank noch mal vollgemacht hat, dürfte damit um einiges günstiger gekommen sein.  © dpa/Sven Hoppe

Damit Verbraucher aber auch an anderer Stelle sparen, soll die Ökostrom-Umlage, die mit dem Strompreis bezahlt wird, aus Steuermitteln gesenkt werden. Konkret soll die EEG-Umlage von 6,75 auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde gesenkt werden. 2022 soll der Beitrag auf 6 Cent reduziert werden.

Was sich sonst im neuen Jahr ändert, erfahrt Ihr hier.

Titelfoto: Montage: LausitzNews/Erik-Holm Langhof, dpa/Sven Hoppe

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