Steinkohle-Ausstieg 2021: 317 Millionen Euro für abgeschaltete Kraftwerke

Bonn - Beim Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Steinkohle in Deutschland ist der erste Schritt gemacht. Die Bundesnetzagentur hat am Dienstag die Stilllegungsprämien für elf Kraftwerksblöcke bekanntgegeben.

Der erste Schritt beim Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Steinkohle in Deutschland ist gemacht. Am Dienstag hat die Bundesnetzagentur Stilllegungsprämien bekanntgegeben (Archivfoto).
Der erste Schritt beim Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Steinkohle in Deutschland ist gemacht. Am Dienstag hat die Bundesnetzagentur Stilllegungsprämien bekanntgegeben (Archivfoto).  © Julian Stratenschulte/dpa

Die Betreiber der Anlagen erhalten insgesamt rund 317 Millionen Euro. Sie dürfen ab dem 1. Januar 2021 keinen Strom aus diesen Anlagen mehr verkaufen.

Eine Prämie erhält unter anderem der größte deutsche Stromerzeuger RWE für zwei Steinkohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen.

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat einen Zuschlag für die beiden Blöcke seines Kraftwerks Moorburg in Hamburg erhalten. Auch die großen Steinkohleverstromer Uniper und Steag sind mit Geboten für Kraftwerke in NRW zum Zuge gekommen.

Deutschland will für den Klimaschutz bis spätestens 2038 alle Kohlekraftwerke stilllegen. Mit den Braunkohlebetreibern RWE und Leag wurden feste Abschaltdaten und Entschädigungssummen ausgehandelt.

Für die Steinkohle, wo es viele verschiedene Kraftwerksbetreiber gibt, entschied man sich für das Ausschreibungs-Modell. Die Betreiber, die die geringste Summe je vermiedener Tonne CO2 fordern, erhalten dabei den Zuschlag für eine Entschädigung.

In den kommenden Jahren gibt es weitere Ausschreibungen.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Mehr zum Thema Klimapolitik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0