Klimawandel zerstört Winter: Hamburg stellt traurigen Frostrekord auf!

Hamburg - Wer frostigen Winter in Hamburg vermisst, hat es nun amtlich! Klima- und Wetterexperten melden einen traurigen Wetterrekord.

Das waren andere Zeiten: Eisschollen liegen am 5. Febraur 20212 am Elbstrand zwischen Övelgönne und Teufelsbrück.
Das waren andere Zeiten: Eisschollen liegen am 5. Febraur 20212 am Elbstrand zwischen Övelgönne und Teufelsbrück.  © Christian Charisius dpa/lno

Mit zwei Jahren ohne Dauerfrost verbucht Hamburg die längste Periode ohne sogenannte Eistage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Das letzte Mal habe die Temperatur vor genau zwei Jahren 24 Stunden lang unter dem Gefrierpunkt gelegen, meldete die Umweltbehörde am Montag.

Davor habe der Rekord laut Daten des Deutschen Wetterdienstes noch bei 421 dauerfrostfreien Tagen am Stück gelegen.

"Die Statistik der Eistage bestätigt deutlich, dass es immer wärmer wird", sagte Umweltsenator Jens Kerstan (54, Grüne). "Das zeigt, dass der Klimawandel in Hamburg im Alltag spürbar wird."

Um den Trend abzubremsen, brauche es eine entschlossene Umsetzung des Hamburger Klimaplans, betonte der Senator. "Gleichzeitig führt auch kein Weg mehr daran vorbei, dass wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen."

Laut Langzeitauswertung gab es zwischen 1961 und 1990 im Schnitt 20,6 Eistage pro Jahr. Zwischen 1991 und 2020 waren es durchschnittlich nur noch 13,3 Tage.

Mit dem Fahrrad über die zugefrorene Außenalster: Das war am 5. Februar 2012 möglich. Inzwischen ist Frost Mangelware.
Mit dem Fahrrad über die zugefrorene Außenalster: Das war am 5. Februar 2012 möglich. Inzwischen ist Frost Mangelware.  © Daniel Bockwoldt dpa/lno

Auch die Durchschnittstemperatur an den Eistagen ist demnach gestiegen: So wurden zwischen 1961 und 1990 an einem Eistag noch durchschnittlich -5,18 Grad gemessen, zwischen 1991 und 2020 nur noch -4,44 Grad.

Titelfoto: Christian Charisius dpa/lno

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