16 Grad zu warm: "Ein November der Extreme"

Deutschland - Überdurchschnittlich sonnig, kaum Regen: Was für einen Sommermonat eigentlich nach rosigen Aussichten klingt, ist für den November definitiv keine gute Prognose.

Im November war es vielerorts zu sonnig. Das war auch in Deutschland, wie hier in Kiel, spürbar.
Im November war es vielerorts zu sonnig. Das war auch in Deutschland, wie hier in Kiel, spürbar.  © Frank Molter/dpa

Die Experten von "wetter.de" haben sich mal genau angeschaut, warum der Klimawandel kurz vor dem Jahresende deutlich messbar ist.

Mit Blick auf die Arktis spricht man inzwischen von einem "November der Extreme". Dort war es nämlich satte 16 Grad wärmer, als es eigentlich sein sollte. "Eine Abweichung, die so noch nie beobachtet wurde", heißt es auf der Website.

Auch in Deutschland war es durchschnittlich gut 2,5 Grad wärmer, was besonders für unsere Böden eine negative Auswirkung haben soll.

Deutlich wird es auch auf der Zugspitze. Gemessen am langjährigen Mittelwert (Vergleichszeitraum 1961 bis 1990) verlief der November 2020 gut 5 Grad zu warm. Über 200 Sonnenstunden - "so viel bekam keine andere Wetterstation zusammen", schreibt "wetter.de".

Auch die besondere Trockenheit bereitet den Wetterexperten Sorgen. Mit kaum 20 Litern Regen pro Quadratmeter, was ungefähr 25 Prozent des Klimamittels entspricht, hat es viel zu wenig Niederschlag gegeben.

"Normal wären um die 80 Liter auf jeden Quadratmeter."

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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