"Kollaps von allem": Bekannter Naturforscher warnt mit drastischen Worten vor dem Klimawandel

New York - Der britische Naturforscher David Attenborough (94) hat vor dem UN-Sicherheitsrat mit drastischen Worten vor den Gefahren durch die Erderwärmung gewarnt.

Boris Johnson sieht sich bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Thema Klima und Sicherheit im Foreign Commonwealth and Development Office eine Videoansprache von Sir David Attenborough an.
Boris Johnson sieht sich bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Thema Klima und Sicherheit im Foreign Commonwealth and Development Office eine Videoansprache von Sir David Attenborough an.  © Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

"Der Klimawandel ist die größte Gefahr für die Sicherheit, mit der Menschen in der modernen Zeit je konfrontiert waren", sagte Attenborough am Dienstag bei einer Online-Sitzung des Rates.

"Wir haben die stabile und sichere Klimaperiode, die unsere Zivilisationen hervorgebracht hat, schon verlassen. Es gibt keinen Weg zurück - egal was wir machen, es ist zu spät, um den Klimawandel zu verhindern, und die Ärmsten und Verletzlichsten, die mit der wenigsten Sicherheit, werden auf jeden Fall leiden."

Wenn einfach so weitergemacht werde wie derzeit, werde die Welt konfrontiert mit dem "Kollaps von allem, was uns Sicherheit gibt", sagte Attenborough weiter.

Gegen Ende seiner Rede fand er aber auch hoffnungsvolle Worte: Wenn gehandelt werde, sei ein "neuer stabiler Status" möglich.

Mit dem Handeln dürfe allerdings nicht länger gewartet werden.

Neben anderen forderten bei dem Online-Treffen auch UN-Chef António Guterres, der britische Premierminister Boris Johnson und Bundesaußenminister Heiko Maas mehr Engagement gegen den Klimawandel.

Titelfoto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

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