"Polarstern"-Expedition soll neue Erkenntnisse zum Klimawandel liefern

Spitzbergen/Bremerhaven - Nach dem Personalwechsel in Spitzbergen sollte das Bremerhavener Forschungsschiff "Polarstern" ist am Montagnachmittag wieder in die zentrale Arktis aufgebrochen.

Das deutsche Eisbrecher- und Forschungsschiff "Polarstern" ankert in einem Hafen in Tromso.
Das deutsche Eisbrecher- und Forschungsschiff "Polarstern" ankert in einem Hafen in Tromso.  © Rune Stoltz Bertinussen/NTB scanpix/dpa

Dort werden die wissenschaftlichen Untersuchungen der einjährigen "Mosaic"-Expedition fortgesetzt, wie Projektleiter Markus Rex sagte. 

Die "Polarstern" musste wegen der Corona-Pandemie ihre Eisdrift unterbrechen, um die neue 100-köpfige Mannschaft an Bord nehmen zu können und die alte an Land gehen zu lassen. 

Ursprünglich vorgesehene Flüge hatten wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt werden müssen.

Die Unterbrechung der Expedition habe zur Folge, dass am Ende Daten eines Monats fehlten, sagte Rex. Dies sei allerdings zu verschmerzen angesichts dessen, dass weltweit wegen Corona Forschungsexpeditionen vorzeitig beendet werden mussten. 

"Wir machen weiter", betonte er. "Auch 'Mosaic' drohte der Abbruch", betonte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Nur mit dem "unbedingten Willen" aller Akteure sei es gelungen, eine Lösung zu finden.

"Das Eis wird dünner"

Nun beginne mit der Eisschmelze in der Arktis eine neue Phase der Forschungsarbeit. "Das Eis wird dünner", sagte Rex. Für den erneuten Aufbau der Messgeräte stelle dies eine Herausforderung dar. 

Die Rückkehr der "Polarstern" nach Bremerhaven werde wie geplant für Oktober erwartet.

Die Wissenschaftler versprechen sich von den gewonnenen Daten neue Erkenntnisse über den weltweiten Klimawandel.

Titelfoto: Rune Stoltz Bertinussen/NTB scanpix/dpa

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