Studie offenbart überraschendes Ergebnis: Das hilft wirklich gegen den Klimawandel!

Leeds - Der Klimawandel ist weiter auf dem Vormarsch. Eine neue Studie zeigt nun, was jeder einzelne von uns für Umwelt und Klima tun kann.

Lange Dürreperioden können eine Folge des Klimawandels sein. (Symbolbild)
Lange Dürreperioden können eine Folge des Klimawandels sein. (Symbolbild)  © 123RF/ Lakshmiprasad Sindhnur

Seit Beginn der Corona-Pandemie häuften sich die Meldungen, dass die Schadstoffbelastung in den Städten sinke und sich die Natur langsam wieder regenerieren konnte.

Die Corona-Krise hat außerdem gezeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung bereit sei, Einschränkungen hinzunehmen, wenn diese notwendig seien, um Menschenleben zu retten.

Spätestens, wenn es einen Impfstoff gegen das Virus gebe, kehrt die Welt wahrscheinlich wieder zur Normalität zurück und die positiven Effekte auf unsere Umwelt verschwinden genauso schnell, wie sie durch Corona entstanden sind.

Damit das nicht so kommt, zeigt eine Studie nun, mit welchen Mitteln jeder Einzelne etwas gegen den Klimawandel tun kann.

Ganz oben auf der Liste steht das Thema Autofahren.

Durch ein autofreies Leben können pro Person durchschnittlich 2,04 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr eingespart werden. 

Elektro-Autos sind eine umweltschonende Alternative

Luxus-Jetliner wie dieser verursachen einen enormen Ausstoß von CO2.
Luxus-Jetliner wie dieser verursachen einen enormen Ausstoß von CO2.  © 123RF/ Jakub Gojda

Wer nicht komplett auf einen fahrbaren Untersatz verzichten möchte, sollte über die Anschaffung eines Elektro-Autos nachdenken.

Damit spart man immerhin 1,95 Tonnen pro Jahr.

Fliegen gilt als eine der Umweltsünden schlechthin. Deswegen lohnt es sich darüber nachzudenken, ob man den Flug nicht gegen eine Zug- oder Busfahrt tauscht.

Pro vermiedenem Langstreckenflug wird der Ausstoß von 1,68 Tonnen CO2 vermieden.

Auch eine Ernährungsumstellung kann helfen, ist aber überraschenderweise deutlich weniger effizient als ein Umdenken im Transport.

Veganer sparen jedes Jahr knapp 0,8 Tonnen CO2 ein, Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln dagegen schon 0,98.

Durch die Nutzung von erneuerbaren Energien werden jährlich 1,6 Tonnen CO2 vermieden.

Dr. Diana Ivanova: "Die ganze Welt leidet unter dem Klimawandel"

Dr. Diana Ivanova von der Leeds University, Hauptautorin der wissenschaftlichen Studie, erklärte gegenüber BBC: "Wir brauchen einen völlig neuen Denkansatz."

"Wir müssen uns einig sein, wie viel Kohlenstoff wir jeweils innerhalb der Grenzen dessen, was der Planet aushalten kann, emittieren können - und dann innerhalb dieser Grenzen ein gutes Leben führen", fügt sie hinzu.

Die oben genannten Optionen sind für jede Person individuell umsetzbar, ohne das umstrittene und teure neue Technologien benötigt werden.

Dabei richtet sich ihr Appell besonders an wohlhabende Leute, die weitaus öfter fliegen und teurere Autos besitzen: "Die ganze Welt leidet unter dem Klimawandel, aber es ist nicht die durchschnittliche Person, die regelmäßig fliegt. Es ist eine kleine Gruppe [...] Es ist eine moralische Frage."

Dennoch gibt es auch kritische Stimmen.

Professor Tommy Wiedmann von der Universität von New South Wales in Australien sagte: "Dies ist eine wertvolle Studie. Es geht jedoch nur um den CO2-Fußabdruck und nicht um andere Auswirkungen wie Wasserknappheit aufgrund des Lithiumabbaus für Elektroautobatterien."

Titelfoto: 123RF/ Lakshmiprasad Sindhnur

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