Fridays for Future mobilisiert mehr als 70.000 Menschen in Hamburg

Hamburg - Mehrere Zehntausend Menschen sind am Freitag in Hamburg für einen besseren Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Teilnehmer der Fridays for Future am Jungfernstieg so weit das Auge reicht.
Teilnehmer der Fridays for Future am Jungfernstieg so weit das Auge reicht.  © dpa/Axel Heimken

Die Polizei sprach von rund 50.000 Teilnehmern. Sie folgten einem Aufruf der Bewegung Fridays for Future zu einem globalen Klimastreik.

Unterstützt wird die Jugendbewegung von Gewerkschaften, Kirchen, Umweltverbänden, Menschenrechts- und Friedensorganisationen.

Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Der Verlauf sei absolut friedlich, sagte ein Polizeisprecher.

Die vom Verfassungsschutz beobachtete Interventionistische Linke hatte "Verkehrsblockaden und radikale Aktionen" am Rande des Klimastreiks angekündigt.

Fridays for Future-Mitglieder forderten die Politik auf, wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung zu ergreifen.

Zwar hätten die Schulstreiks und Aktionen dazu geführt, dass der Klimaschutz mittlerweile in aller Munde sei.

Demo wirkt sich auf Verkehr aus

Unzählige Demonstranten sind beim Klimastreik in Hamburg auf der Straße.
Unzählige Demonstranten sind beim Klimastreik in Hamburg auf der Straße.  © citynewstv.de

"Und trotzdem warten wir darauf, dass auf das ganze Gelaber auch mal Handeln folgt", sagte eine Aktivistin.

Unter den Rednern war auch der Klimaforscher Latif Mojib.

"Macht weiter so, hört nicht auf", rief er den Kundgebungsteilnehmern zu.

Musikalisch stimmte Henning May, Sänger der Gruppe AnnenMayKantereit, die Massen auf den Demonstrationszug ein.

In der Innenstadt kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei forderte die Verkehrsteilnehmer auf, den Bereich um den Dammtor- und Hauptbahnhof weiträumig zu umfahren. Auch die Hochbahn berichtet von vollen Bussen und U-Bahnen.

Update, 14.46 Uhr

Inzwischen spricht die Polizei sogar von mindestens 70.000 Menschen, die am Freitag in Hamburg an der Klima-Demonstration teilgenommen haben. Die Organisatoren von Fridays for Future sprachen sogar von deutlich mehr Teilnehmern als die Polizei.

Ein Aktivist schätzte die Zahl in Hamburg sogar auf 90.000 Menschen.

Update, 15.25 Uhr

Für die Abreise nach dem Klimastreik hat die Hamburger Feuerwehr eine Übersicht auf Twitter veröffentlicht.

Die Stationen am Jungfernstieg seien überfüllt, es sei ratsam auf umliegende Haltestelle auszuweichen.

Update, 15.50 Uhr

Laut Polizei konnten erste Straßensperrungen nach dem Klimastreik bereits wieder aufgehoben werden. Der Verkehr über die Lombardsbrücke fließe wieder.

Eine interaktiven Karte mit aktuellen Verkehrsinfos wurde eingerichtet.

Update, 16.03 Uhr

Die Organisatoren von "Fridays for Future" sprechen inzwischen sogar von 100.000 Demonstranten in Hamburg.

"Hamburg, du machst uns sprachlos!", heißt es in einem Post bei Twitter.

Titelfoto: dpa/Axel Heimken

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