AfD schließt Journalisten wegen "Hetzartikeln" aus

Auch Frauke Petry (41) war am Samstag beim Landesparteitag der AfD Sachsen anwesend.
Auch Frauke Petry (41) war am Samstag beim Landesparteitag der AfD Sachsen anwesend.  © Thomas Türpe

Klipphausen - Wie hält es die Sachsen-AfD mit dem umstrittenen Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke (44)?

Eine Diskussion dazu war unerwünscht: Die Partei hat es auf einem Landesparteitag in Klipphausen abgelehnt, sich mit der umstrittenen Dresdner Rede Höckes überhaupt zu befassen. Das Thema schaffte es gar nicht auf die Tagesordnung - eine Klatsche für den Landesvorstand.

AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer (41) hatte angesichts negativer Auswirkungen auf die Diskussion gedrungen: "Die Unruhe ist unglaublich groß unter den Mitgliedern. Wir sind doch mit dem Slogan ‚Mut zur Wahrheit‘ angetreten."

Wegen der Höcke-Rede würden sich Mitglieder wüst beschimpfen. AfD-Chefin Frauke Petry (41) und Wurlitzer hatten sich scharf von Höcke distanziert.

Genauso scheiterte aber auch der Versuch, die Abgrenzung zu PEGIDA zu kippen. Am Sonntag wählt der Parteitag die Listenkandidaten für die Bundestagswahl - vom Ergebnis wird eine Richtungsentscheidung erwartet.

Während Ex-PEGIDA-Frontfrau Tatjana Festerling (52) bleiben durfte, schloss der Parteitag auf Antrag eines Delegierten einen Redakteur der "Sächsischen Zeitung" aus. Begründung: Angebliche "Hetzartikel". Er wurde von Ordnern unter Beifall aus dem Saal begleitet.

Zuvor hatte AfD-Vize-Landes-Chef Thomas Hartung (54) dagegen votiert. Die Landespressekonferenz protestierte gegen den Ausschluss.


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