Knallharter Händler-Fight: Bei "Bares für Rares" fliegen die Fetzen!

Köln - Trotz Konkurrenz herrscht unter den Antiquitäten-Händlern bei "Bares für Rares" normalerweise ein kollegiales Verhältnis. Doch bei besonders schönen Stücken kann auch mit harten Bandagen gekämpft werden - wie in der Ausgabe der ZDF-Trödel-Show am Dienstag.

Auch Experte Detlev Kümmel (li.) ist schwer begeistert von der Porzellan-Schale. Horst Lichter (mi.) und Verkäufer Heinrich Heer (re.) lauschen gespannt seinen Ausführungen.
Auch Experte Detlev Kümmel (li.) ist schwer begeistert von der Porzellan-Schale. Horst Lichter (mi.) und Verkäufer Heinrich Heer (re.) lauschen gespannt seinen Ausführungen.  © Screenshot ZDF Mediathek

Gegenstand der Begierde bei Bares für Rares ist eine große, üppig mit Figuren besetzte Porzellan-Schale aus dem 19. Jahrhundert von einer thüringischen Manufaktur.

Ein "totschickes" Stück, findet auch Experte Detlev Kümmel (51) und gerät beim Anblick der zur minimal beschädigten Schale aus "weißem Gold" heftig ins Schwärmen.

Verkäufer ist der 73-jährige Diplom-Ingenieur Heinrich Heer aus Bedburg bei Köln. Er hat die Porzellan-Schale geerbt, allerdings steht sie bei ihm und seiner Frau nur im Keller herum. Jetzt soll sie an jemanden verkauft werden, der das Stück mehr zu schätzen weiß.

400 bis 500 Euro stellt sich der Verkäufer als Preis vor. Detlev Kümmel prophezeit das Doppelte. Wie locker wird das Geld also bei den Händlern sitzen?

Als die Schale in den Händler-Raum gebracht wird, stürzen sich Julian Schmitz-Avila (32) und Fabian Kahl (27) sofort darauf und nehmen eine erste Untersuchung vor. "Der schönste Tafel-Aufsatz, den ich hier bislang gesehen habe", schwärmt Julian. "Das schönste Stück!"

Fabian Kahl hat den längsten Atem

Fabian Kahl (re.) freut sich über seinen Erfolg. Kollege Julian Schmitz-Avila (li.) findet das gar nicht lustig.
Fabian Kahl (re.) freut sich über seinen Erfolg. Kollege Julian Schmitz-Avila (li.) findet das gar nicht lustig.  © Screenshot ZDF Mediathek

Dann beginnt das Bieten. Markus Wildhagen (53) beginnt mit vorsichtigen 400 Euro, die Julian sofort mit 500 Euro toppt.

"Wir sind in Preis-Regionen von Thüringer Porzellan und nicht von Meißen", versucht Fabian Kahl, etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen. "Möchtest du uns jetzt ausbremsen", durchschaut ihn allerdings Händler-Kollegin Susanne Steiger (36).

Nur Walter "Waldi" Lehnertz (52) hält sich aus dem Wettbieten heraus. "Bärenstark, aber für Waldi is dat nix", findet er. "Dat krieg ich gar nicht heil nach Hause."

Dann überschlagen sich die übrigen vier Händler mit Geboten, bis Fabian und Julian gleichzeitig 1000 Euro bieten. "Wir teilen es uns einfach", scherzt der sichtlich gut gelaunte Fabian, während Julian eher angespannt wirkt.

Dann wird es spannend: Julian Schmitz-Avila steigt mit 1050 Euro wieder ins Bieten ein, wird aber sofort von Susanne Steiger mit 1100 Euro überboten.

Jetzt will es Julian wirklich wissen und erhöht direkt auf 1500 Euro! "Mein wahrscheinlich letztes Gebot", macht er klar, dass nun seine Schmerzgrenze erreicht ist. Da fängt Fabian Kahl an zu grinsen und überbietet mit 1550 Euro.

Julian Schmitz-Avila: "Am Tresen hört die Freundschaft auf"

Und jetzt? "Nee, 1500 war mein Maximum. Ich hör' auf. Das war mein höchstes Gebot", gibt sich Julian missmutig geschlagen.

"Meines ja eigentlich auch", gibt Fabian zu. "Aber du musstest ja noch was sagen. Es wäre so schön bei mir gewesen", motzt Julian. "Dann leg doch einen Fuffi drauf", findet Fabian. "Nee, jetzt will ich nicht mehr", zieht sich Julian in die Schmoll-Ecke zurück.

"Da muss ich ein bisschen was wieder gut machen", macht sich Fabian Kahl beim Bezahlen des umkämpften Stücks dann doch Sorgen um die Stimmungslage seines Kollegen.

Doch der kann schon wieder lächeln und meint: "Schon okay, am Tresen hört eben manchmal die Freundschaft auf."

Titelfoto: Screenshot ZDF Mediathek

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