Artus erschnüffelte Handys von Sachsens Knackis

19 illegal eingeschleuste Geräte weniger als noch 2013 fanden die Beamten in Sachsens Gefängnissen.
19 illegal eingeschleuste Geräte weniger als noch 2013 fanden die Beamten in Sachsens Gefängnissen.

Dresden - In Sachsens Gefängnissen sind im letzten Jahr 385 Handys entdeckt worden. Dank Handy-Spürhund Artus konnten selbst die ausgefallensten Verstecke entlarvt werden.

Rund ein Viertel der Handys wurde in der JVA Dresden gefunden. Das sei allerdings angesichts der Größe des Gefängnisses mit mehr als 800 Haftplätzen nicht verwunderlich, hieß es.

Die Geräte wurden meist bei Kontrollen der Zellen, beim Absuchen des Geländes oder beim Abtasten von Gefangenen sichergestellt. Dafür werden laut Ministerium spezielle Detektoren eingesetzt.

Zudem kann die Justiz auf die Hilfe von Artus zurückgreifen: Sachsens einziger Handyspürhund hat im Vorjahr insgesamt 18 verbotene Mobilfunkgeräte in den Gefängnissen erschnüffelt.

Der belgische Schäferhund Artus begann am 15.03.2013 in der Justizvollzugsanstalt Dresden (Sachsen) seinen Dienst als erster Handyspürhund in deutschen Gefängnissen.
Der belgische Schäferhund Artus begann am 15.03.2013 in der Justizvollzugsanstalt Dresden (Sachsen) seinen Dienst als erster Handyspürhund in deutschen Gefängnissen.

Der vier Jahre alte Belgische Schäferhund ist auf den typischen Handygeruch abgerichtet - also auf einen Mix aus dem Geruch von Lithium-Batterien und Plastik.

Im März 2013 wurde erst nach einjähriger Ausbildung zum ersten Mal eingesetzt. Inzwischen war er auch schon in anderen Bundesländern erfolgreich.

"Die Verstecke sind mitunter sehr kreativ", sagte der Behördensprecher. Wo genau die Häftlinge illegal eingeschleuste Telefone oder Drogen verstecken, wollte das Ministerium aber nicht verraten, um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen.

Aber Artus sei eine große Hilfe, weil die Verstecke auf den ersten Blick nur schwer zu finden seien.

Im vergangenen Jahr wurden auch rund 105 Gramm Cannabis, 83 Gramm Crystal und kleinere Mengen anderer Drogen in den sächsischen Gefängnissen sichergestellt.

Fotos: dpa, Steffen Füssel


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