Wird der Wohnungsmarkt in Bielefeld komplett neu geregelt?

Auch die Nachfrage der noch nicht fertiggestellten Wohnungen an Stadtheider Straße ist riesig.
Auch die Nachfrage der noch nicht fertiggestellten Wohnungen an Stadtheider Straße ist riesig.

Bielefeld - Preisgünstige Wohnungen sind heutzutage eher eine Seltenheit. Die Städte wachsen, die Bevölkerung steigt und der soziale Wohnungsbau schwindet. Auch in Bielefeld. Jetzt sollen strengere Bebauungsregeln diese Entwicklung stoppen.

Die Nachfrage nach billigen Wohnungen steigt. Immer mehr Menschen wollen in Bielefeld arbeiten, studieren oder sind als Flüchtling in der Stadt gelandet.

Aber während die Nachfrage steigt, sinkt das Angebot. Von einst über 15.000 Sozialwohnungen sind nur noch 11.833 übrig.

Seit 2015 muss  mittlerweile in Neubaugebieten für Mietwohnungen mindestens ein Viertel der Fläche für Sozialwohnungen reserviert werden.

Nun wollen die Linken noch einen Schritt weitergehen und fordern, dass grundsätzlich in allen neuen Baugebieten ein Viertel der Wohneinheiten für Sozialwohnungen in Mehrfamilienhäusern vorgesehen wird.

Doch was hieße das im Klartext? Durch diese Regelung würde es in naher Zukunft keine Wohngegend mehr geben, in der ausschließlich Einfamilienhäuser stehen oder sich nur Luxuswohnungen befinden. Auch Investoren wären sauer, könnten sie ihre Grundstücke nicht mehr so gut an den Mann bringen.

Über den Vorschlag der Linken entscheidet der Stadtrat am heutigen Donnerstag, den 17. November, ab 17 Uhr.


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